Gestern war ich Mittags bei Herrn Trink im Spital.
Im Bett ist er gesessen, gut ausgeschaut hat er, wir plauderten über den Ausflug mit der Rettung, darüber, was für ein Glückspilz er ist, - sie wissen vielleicht noch, die Sache mit der Glaskugel, vorm CT - schmiedeten Pläne für den Herbst.
Ein wenig bang war mir, wegen der Herzklappe, die nicht mehr funktioniert.
Die bevorstehende Operation, die Reha, er kann sich Einzelbetreuung in diesem Umfang nicht leisten.
Die Krankenschwestern machen ihre Arbeit, lachen zwischendurch herüber und erzählen, wie begeistert Herr Trink über die Untersuchung im grossen Spital war.
Ich verabschiede mich, geh winkend.
Höre aufgeregte Schwesternstimmen, dreh mich um und traue meinen Augen nicht.
Ich eile zurück.
Halte seine Hand.
Geräte werden hereingeschoben, der Arzt ist da, jeder Handgriff sitzt.
Ich lege meinen Arm um seine Schulter, streichle sein Haar.
Er schaut mich an, ruhig und zufrieden.
Ich drücke seine Hand, lächle.
Und dann ist Herr 'Trink tot.
Ich warte am Gang.
Herr Trink bleibt tot.
Etwas später darf ich seine Augen schliessen, das Fenster öffnen, gute Reise wünschen.
Traurig bin ich, auch die Nichtigkeit des eigenen Seins ist so deutlich spürbar...
Sehr nachdenklich macht es.
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Heute war M wie jedes Monat mit Johan mit einem N da.
Frau Dr. Blubb auch, die kann so wunderbar mit kleinen Kindern umgehen.
Drei wird er heuer, ein Jahr ist mir irgendwie unterwegs verloren gegangen, weil ich glaubte er ist ein riesiger Zweijähriger.
Puh, Glück gehabt, eh nur ein grosser Dreijähriger.
;)
Seit er ein Säugling ist kommt M jeden Monat einen Tag nach rechts oben, es wurde ein Ritual draus, wir mailen nur mehr "eh wie immer" wenn der Tag fixiert ist.
Der dann eingehalten wird.
Egal wie das Wetter ist, blunzenwurscht in welchem Zustand meine Baustelle war...oder was gestern passierte oder für morgen im Kalender steht, Befindlichkeit, Laune, Vibration, wurscht, wir zogen bisher "eh wie immer" gnadenlos ;) durch und geniessen es.
Weil
wenns passt, dann passts..
Drei Garnituren Kleidung hat er heute versaut. Wir hatten alle so viel Spass!
Erde plus Sand plus Wasserschlauch plus Giesskannen diverser Grössen plus bunte Steine plus lustige Frauen plus friedlicher Hund plus diverses mitgenommenes Spielzeug ergeben eine wundervolle, heitere Mischung.
Das macht fröhlich.
Gezeiten...
Ebbe & Flut ...
Und wir mittendrin, als Staubkorn im All.
datja - 25. Mai, 02:05
Herr Trink (Name von der Red.geändert) liegt im Krankenhaus.
Als Besuchsdienst begleite ich ihn zur Untersuchung ins grosse Spital, ein CT wird benötigt.
Wir reisen per Rettung, er im Pyjama und mit Decke, sehr blass ist er, Angst schnürt ihm die Kehle zu, meine Anwesenheit ist wichtig, der Zivi reizend. Der zweite Zivi auch, und weils ein guter Tag ist erfreut auch der junge Fahrer.
Mister Me fehlt, bei solchen Terminen muss ich auf den Assistenten verzichten, zum Leidwesen der Klienten.
In der richtigen Abteilung angekommen wirds bissi eng.
Bedrohlich das Ganze, ich versteh's und fühle mit.
Es wird ja auch noch ein Kontrastmittel gespritzt, mit einer Spritze, eh klar, die Reaktion wird Hitze im Körper sein.
Und dann die Röhre.
Vollnarkose bedeutet Belastung für ohnehin schwachen Kreislauf und Herzschwäche.
Da hole ich die mitgenommene Glasmurmel aus meiner Tasche und drück sie ihm in die Hand.
Das ist ein besonderer Glücksbringer. Ziemlich sicher hilft er.
Wenn ja, spüren Sie Wärme in ihrem Körper, dann ist alles gut.
Und so ein CT dauert eh nicht lange.
Ein Blick zur Krankenschwester, die das Kontrastmittel spritzt.
Ja sowas aber, mir wird schon warm!
Direkt heiss, was sagen Sie jetzt?
Oho, also wenns heiss wird, dann sind Sie ein richtiger Glückspilz! Bleiben Sie ganz ruhig liegen, ich warte draussen.
...
Und nach kurzer Zeit schiebt eine strahlende Krankenschwester einen strahlenden Klienten raus, die Rettungsmänner sind baff, ich erleichtert, und die Heimreise kann beginnen.
Leicht sind die Zivis und der Fahrer zu motivieren, unterwegs auf Wunsch des Herrn Trink bei Mc Doof einen Einkehrschwung zu machen.
Auffällig war ma scho:
Selten sitzen 3 junge, rotgekleidete Männer mit einer lachenden Frau in der Sonne und essen Pommes. Neben einem Rettungsauto.
Noch seltener wird ein Patient im Pyjama und mit Decke samt Rettungs-Rollsessel zum Tisch getragen und mampft begeistert.
Wieder daheim, lacht Herr Trink: fahren sie wieder mit mir in der Rettung weg? Bald? Weil des woa a scheener Ausflug.
Tja, so kanns auch gehen...
es fehlte wirklich nur der Hund.
;)
Und privat?
Auch alles gut, sogar so gut, dass es mir bissi Angst macht...
Huch.
datja - 22. Mai, 08:06
Sie haben es endlich geschafft.
Ich kann sie eigentlich nicht auseinanderhalten, deshalb ist mir unbekannt, ob es Lotti war oder Lothar, oder beide, wie auch immer, sie taten sich echt schwer.
Tagelang wurde inspiziert, probiert, wieder verworfen, von vorne begonnen.
Jetzt nisten sie vis a vis von meinem Frühstücksplatz im Holler.
Ich frühstücke gleich neben meiner Haustür, meist eine Tasse Tee, gefolgt von türkischem Kaffee. Und dann eine Zigarette.
Es sind Türkentauben.
datja - 16. Mai, 11:33
Nicht dass sie glauben, es hat was mit Muttertag zu tun.
Obwohl, wenn ich's recht bedenke, irgendwie schon...
Weil:
An einem 13. Mai, wir schrieben das Jahr 2009, schwebte ich aus der Notariats-Kanzlei in Poysdorf, stolze Besitzerin eines kleinen alten Hauses rechts oben.
Jetzt kommt die Mamma ins Spiel.
Wie allgemein bekannt war ich nimmer 20, aber wildentschlossen.
Ich brachte ihre innere Stimme zum Schweigen, die mir wiederholt zuraunte "das schaffst du nicht alleine, dazu brauchst du einen Mann, glaub mir !"
Nix da.
Natürlich ist Vieles leichter als Gattin, war ich ja, früher...
Aber es geht auch anders.
JA!
Sogar als spätberufene Häuslbäuerin.
Meine Krisen und Tränen sind fast vergessen, ich konnte wie durch ein Wunder meinen Plan auch finanzieren, mich durchsetzen, ich lernte hilfreiche Freundschaft kennen, fand mich in einem emotionalen Netz wieder.
Lernte urviel, auch, wie manche Handwerker ticken, bewegte sicher Tonnen, schaufelte, ordnete, ging unbeirrt meinen Weg.
Weinte einige Kopfpolster nass, lachte mir immer wieder einen Ast, brauchte viel Durchhaltevermögen.
Von Anfang an wohnte ich ausschliesslich im Elfenhaus...
Heute, 3 Jahre später, sitze ich zufrieden und heiter da, der Garten ist üppig, Mister Me residiert auf dem roten Sofa, und zu allem Glück kommt noch dazu, dass der Wüstenflieger wieder daheim ist. In Österreich, wo er hingehört.
Jawohl.
Was gehts mir doch gut.
datja - 14. Mai, 06:38
Ich brauche Regen.
Sanften, lang andauernden REGEN.
Biite.
Bald.
datja - 12. Mai, 08:34
Mister Me war heute - besser gesagt gestern ;) - im Theater.
-am Spittelberg zu Wien.
Logo fiel er auf. Weil: EIN HUND !!!
Aber: was für Einer.
:)
MOZARTBANDITS spielten auf.
Und wie.
Und wiiie gut.
So gut, dass ich meine Brille - welche Brille? - kurz, ich hab sie nicht mehr.
Wurscht. Brauch eh eine Neue.
Es war ein super Abend.
Als inzwischen echtes Landei hab ich schön gschaut was sich so abspielt im Wiener MQ...
Als solches tat ich mir auch bissi schwer die grüne Mamba im Parkhaus wieder zu finden...die ganz liebe Bakannte war eine echte Hilfe, weil gegen die bin ich ja eine Dame von Welt, hihi
Wieder rechts oben gelandet atmete ich erleichtert auf.
Ich mag das ruhige Leben hier, Sterne, die man sieht bereichern mein Leben,das bereits gefühlte 300 Jahre dauerte.
Sie wollte wissen was sich so getan hat bis ich im Elfenhaus landete.
Trotz disziplinierter Raffung dauerte es ganz schön lang, bis ich bei meinen Erzählungen im HIER UND JETZT landete.
Beim Konzert vermisste ich einige Menschen, die ich gern getroffen hätt.
Naja, das Leben ist wirklich kein Kindergeburtstag.
Obwol, ICH war ja dort. Also DOCH Kindergeburtstag.
;)
datja - 11. Mai, 03:07
ENJOY hat er gemailt.
Und der Anhang des mails?
SHANTEL
DISKO PARTIZANI
Ich dachte, ich kanns erst in einer Woche geniessen, aber nein, es geht schon heute...
ANHÖREN, meine Herrschaften, anhören.
Einige Male, so wie ich.
Hilft !!!
datja - 5. Mai, 22:42
Mein Privatleben ist pinkfarben...
...aber bei meiner Arbeit mit psychisch Kranken und geistig Behinderten ists grad schwarz-weiss.
ENJOY hat der Wüstenflieger gemailt...
Ich hoffe, in einer Woche bin ich dazu fähig. Momentan gehts irgendwie nicht.
Schau ma mal.
datja - 5. Mai, 18:12
Exakt vor 10 Jahren schlug ich im Weinviertel auf.
Hatte zum zweiten Mal in meinem Leben alles verloren und stand vor dem Nichts.
Hatte kein Geld, keine Arbeit, zu wenig Liebe in mir, um mich, dafür viel Trotz samt Wut und reichlich Trauer.
Damals bezog ich ein Untermietzimmer im Zweitwohnsitz einer Bekannten aus Wien, der es durchaus gelegen kam, dass ich die Arbeiter beaufsichtigte, selbst reichlich Schutt schaufelte und ihren Garten bestellte.
Da ohne Auto, erkundigte ich meine neue Umgebung per Fahrrad.
Ich strampelte viel, in jeder Beziehung...
Suchte und fand Arbeit. Es war ekelhaft, nach 13 Jahren als Einzelunternehmerin - war ja die Betreiberin des Jazzpubs Ebbe & Flut in Wien - bei Mc Doof den Mist zu sortieren.
Per Fahrrad. Bei jedem Wetter. Vom Sommer über den Winter bis zum nächsten Frühling.
Ekelhaft.
Eine Strecke 16 km.
Wurde nebenbei Putzfrau....
Wechselte nach 8 Monaten den Wohnsitz.
Bezog ein altes, schreckliches Haus, das nicht feucht, sondern NASS war.
Wechselte den Arbeitsplatz: Interessante, schöne Arbeit mit psychisch Kranken.
Erwarb ein altes Auto.
Lernte Reiten und war so oft es ging mit der Haflingerstute auf Wanderritt.
Wechselte nach 6 Monaten den Wohnsitz.
Bezog eine nette Wohnung in Mistelbach mit Gartenbenützung und dem Nachbarn M., der heute ein Freund und mein "kleiner Bruder" ist.
Der mich aufpäppelte und u.a. der Testsiegerin vorstellte...
Wärmte aus Einsamkeit und Verzweiflung die beendet geglaubte Beziehung mit C auf...
Wechselte nach 2 1/2 Jahren den Wohnsitz.
Mietete, gemeinsam mit C, ein charmantes altes Haus.
Bekam ein neues Jobangebot, nahm an, arbeitete mit geistig Behinderten und psychisch Kranken.
Die Renovierung des gemieteten Hauses kostete alles Geld, das ich verdiente, die aufgewärmte alte Beziehung ging den Bach runter.
Schwerer Alkoholismus ist schrecklich, zudem soll man/frau nur Gulasschsuppe aufwärmen...wie auch immer: unerfreulich, substanzraubend.
Nach 7 Jahren im Weinviertel wusste ich: hier gefällts mir, hier will ich sein, hier ist es fein.
Ich wurde 60.
RLZM begann.
>>> Restlebenszeitmeditation.
Anschaffung meiner grünen Mamba. (mein neues, lustiges Auto)
Endgültige Trennung von C.
Allen Mut zusammengerafft und das Elfenhaus rechts oben erworben.
Wieder mal Resilienz bewiesen und, ehschowissen, Augen zu und durch und Renovierung und überhaupt und so...
Zwischendurch öfters den Kopfpolster nassgeweint, Haltung hin oder her.
Aussortiert. Material, Einstellungen, Menschen.
Echte Freunde, neue wie alte, schätzen gelernt.
Dann tauchte der Wüstenflieger, den ich ja seit 25 kenne und sehr mag, wieder in meinem Leben auf.
;) wie hörte ich zu meinem Entzücken: WOHLGELITTEN ...
Der ist wieder in seiner Heimat Wien gelandet, brachte Hitze mit, ich kenn mich zwar nicht aus, er offensichtlich auch nicht, aber drauf scheiss ich einfach, im Zweifelsfall authentisch, also einlassen, schau ma mal, Hauptsach, es geht mir gut. Und es geht mir gut.
1. sowieso, weil im Elfenhaus rechts oben, da ist es fein sein, und
2. tut mir dieser Tuareg, wie ich ihn jetzt für mich nenne, einfach gut.
Verdammt gut.
Es ist grad ALLES GUT !!!
Schau ma mal wie's weitergeht.
Übrigens ist die Nacht auf den 1. Mai Walpurgis...
datja - 1. Mai, 21:20
Was nicht passt...
...wird passend gemacht.
Die frisch gestrichene Haustür...
hab ich geöffnet.
Und nicht bereut.
Nicht nur ich, auch Mister Me hats genossen, das herumkutschiert werden vom Wüstenflieger, der reichlich Hitze mitbrachte...
Wenns eh bald wieder normalere Temperaturen kriegt pflanze ich.
Auch für die örtlichen Segelflieger!
datja - 30. Apr, 19:54
...ahhh
*NICHT MAL AM FELD ARBEITET*

datja - 27. Apr, 19:58
Manches nehm ich ernst, sehr ernst sogar, obwohl ich dabei lache.
Das gehört dazu, weil Vorbildwirkung, etc bla bla.
Könnte professionelle Mascherln schreiben, glauben Sie mir, null problemo, in echt, also...
Mach ich aber nicht.
Ich tu-s lieber, sehen sie selbst. Mit Unterstützung. Sehen sie selbst:
Susi, Paula, Charly, Leila tun auch dazu b eitragen:
Mister Me sowieso...
Arbeit kann auch Freude machen.
Echt!
datja - 22. Apr, 18:24
Vom Hirtentäschelkraut (Capselle bursapastoris), das ja gegen zu niedrigem Blutdruck ist, und von der Vogelmiere (Stellaria media), gegen Rheumatismus, hab ich am Feld mehr als genug.
Da ich weder/noch heilen müsste soll das weg!
Mehr als 2.000 m2 sind aber voll davon...
Händisch? Nein danke.
Frau J., die Nachbarin des Feldes, wusste Rat.
Nein, es macht mir nix aus, den Bestatter zu fragen.
Schliesslich lebte im Elfenhaus vor mir der alte Totengräber, also.
Wir lachten.
Morgen geh ich fragen, wegen Traktor und so...
Er hat zwar ein todsicheres Geschäft, aber zukünftige Kundschaft will doch rechtzeitig kennengelernt werden, oder?
;)))
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Sonst?
Die Saison hat eindeutig begonnen...
... und wenn der Wüstenflieger mit der Reparatur erfolgreich ist, dann...
Na schau ma mal.
datja - 18. Apr, 19:04
;)))
Damit die ländliche Bevölkerung beim Sonntags-Spaziergang (hat das nicht Hannes Wader gesungen ???) auch was zum Bestaunen hat, hab ich begonnen...
Mein "kleiner Bruder" hilft mir.
Wir sind ein heiteres Paar. Beim Graben, Roden, Löcher ausheben besprechen wir die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, lachen uns einen Ast und stopfen dabei Pflanzen in die Erde.
Mister Me sitzt inmitten von Hirtentäschel, fühlt sich ungemein wichtig, derweilen sein Frauerl überlegt, wo denn der Weg sein soll (du, M., gehn wir mal nach vorn, damit der Weg so wird "wie der Ochs geht", also irgendwie...)
Möge die Übung gelingen.
Schau ma mal.
Die ersten Küchen- Zwiebeln sind im Boden, genauso wie Funkien, Astern, Phlox, Immergrün, Schnittlauch, und - wichtig !!! Salbei, Sedum und Oregano.
datja - 15. Apr, 19:36
Ostern.
Aha.
Vorher:
Waldviertel. Beste Freundin B., die Ärztin.
Ja, ich bin gsund. Körperlich UND seelisch.
Angeblich.
;)
Trotz Bruchlandung des Wüstenfliegers.
Basta Pasta.
Nööö, so ned.
Ned mit mir.
Dann:
Bärlauchknödel bei der Testsiegerin.
Wärme. Reden ohne Worte.
Uhudler-Frizzante.
Und überhaupt.
Jetzt:
Feld bestellen. Grabungsarbeiten.
Schnee. Sonne. Wurscht.
Motto?
ABER:
Resilient. Optimistisch. Jung trotz alt sein.
I scheiss ma nix.
I ned.
P.S.: FROHE OSTERN
datja - 9. Apr, 21:28