Mittwoch, 23. November 2011

GEKONNTE MOTIVATION IST EINE SACHE DER ERFAHRUNG

Heute:

*Guten Morgen, Jaro.
Wir machen eine kleine Baubesprechung, ja?*

- Nix sprechen, Frau, Jaro muss arbeit!-

*Die Besprechung ist Arbeitszeit, komm!*

-Jaro muss arbeit, Küche muss fertig !-

*Später. Zuerst müssen wir sprechen*
- Nix sprechen, Frau, arbeit. -

*JAAAAARO !!!!! ICH BIN die Chefin !!! Komm her, sprechen !*

- Frau ist Chefe, ja. Jaro kommen sprechen. -

.............................
.............................
.............................

- Ja, Jaro Zimmer machen im Jänner. Februar fertig !-
*Fein, Jaro, jetzt kannst du die Küche machen !!!!*

3 Stunden später:

- Zimmer schmutzig. Frau Chefe. Jaro machen Zimmer nächste Woche. Gut, Frau ?-

*SEHR GUT, Jaro !*

Samstag, 19. November 2011

ES WURDE WIEDER LICHT

Wenn das so weitergeht, kann ich Anfang Dezember einen Braten ins Rohr schieben !

Freitag, 18. November 2011

LEBEN UND TOD

Nachdem meine Katzenprinzessin nach über 21 Jahren so friedlich und sanft auf ihrer Decke vor meinem Bett für immer eingeschlafen ist, flossen die Tränen bei mir.

Ich begrub sie unter dem Feigenbaum, verbrannte ihren Rattansessel, den ich für sie 1990 erwarb, zündete die Laterne an und machte ein Feuer im Hof.
Salbei, Weihrauch, Lavendel.



Jetzt komme ich heim und vermisse ihre Begrüssung.
Mister Me auch. Aber er sucht sie nicht, weil er alles weiss.
Bevor ich sie in das Bettchen aus trockenem Laub legte, sie mit Salbeizweigen bedeckte und dann Erde drüberschaufelte, beschnüffelte er die tote Katze von allen Seiten, er seufzte tatsächlich, ging in den Schupfen, ins Haus, kam zurück und sah mir zu.

bielefeld-juli-11-038

Ich dachte an die letzten 21 Jahre.
Als mir die gerettete kleine Katze gebracht wurde, hatte ich mein Lokal in Wien gerade 1 Jahr, meine Wohnung über dem Pub war bezugsfertig, ich erholte mich langsam von meiner 2. Ehe.
Nach 5 schönen Jahren mit langen Reisen per Wohnmobil und auch mit eigenem Schiff blieb der Mann auf harten Drogen hängen wie man so sagt und wurde mir gegenüber zum gewalttätigen Dämon.
Das steigerte sich in den nächsten 2 Jahren. Ich erlebte und erduldete viel, ich liess viel geschehen.
Er besass eine 38er Spezial, die war geladen, entsichert und in meiner Scheide, damals, als ich davon sprach mich scheiden zu lassen...

Nach weiteren 3 Jahren war ich wieder eine freie Frau.
Es kostete mich ein Vermögen, aber das Haus, das Schiff, die Autos, die Harley, einfach alles, alles. alles, die stimmten ihn irgendwann um.
Er war charismatisch und gewandt, allseits beliebt, geschätzt, er konnte viel und sah gut aus. Es glaubte mir nur mein Vater, zudem war ich damals viel zu sehr in seinem Bann, hatte Angst und fühlte mich schwach und klein.
Das ausbezahlte Erbteil von Vater verhalf mir zum Neustart.



Ein neuer Mann war an meiner Seite.
Sanft aber mit Kraft, intellektuell, charmant, 15 Jahre jünger.
Freiheitsliebend, ein Zweifler, ein Suchender, mit Hang zur Sucht. Ein Alkoholiker.
Ich trennte mich mehrere Male von ihm, wir konnten nicht Miteinander sein - aber ohne Einander auch nicht.
Wir waren ein Paar das sich selbst im Weg stand. Immerhin jeder mit eigener Wohnung.
Wir liebten und wir hassten einander.
2009 zog ich den längst fälligen Schlusstrich, da trennten uns schon Welten, und erwarb das Elfenhaus.
Zog alleine um und alleine ein.
Blieb alleine.



Wurde stark, lebendig, stellte mich dem Leben.
Und war 60.
Fühlte mich manchesmal unsterblich, manchesmal uralt, manchesmal jung, oft verzweifelt, hatte Geld- und andere Sorgen, lebte jedoch möglichst im HIER UND JETZT.
Das kleine alte Elfenhaus mit seinen unsichtbaren Bewohnerinnen:
Mein Schloss, meine Burg, mein Daheim. MEINS.



Gestern war wie jeden Monat meine junge Freundin M für einen Tag mit ihrem Sohn Johan mit einem n hier.
Der kleine Wicht zeigt wie es zu leben gilt:





Was wäre die Welt ohne Kinder !

Dienstag, 15. November 2011

So wie sie lebte, so starb sie.

Heute in der Nacht ist die Prinzessin über die Regenbogenbrücke gegangen.
Sie lag auf ihrer Decke vor meinem Bett, anmutig und hübsch.
Ich erwachte.

Tränen.

Montag, 14. November 2011

21,5

Jetzt wird sie alt.
Mit ihren 21,5 Jahren steht es ihr zu.

Die Schildpatt-Prinzessin wurde mir von der schwarzen Elfi in mein Beisl gebracht, sehr klein war die Katze, circa 3 Monate alt.
Gefunden in einem Mistkübel am Lerchenfelder Gürtel in Wien, eine Gürtelkatz also.
Sie übersiedelte mit mir mehrere Male, gewöhnte sich recht spät in ihrem Leben an die freie Natur, schliesslich wuchs sie als städtische Wohnungskatze auf.
Sie lernte Mäuse fangen, irgendwann auch das Töten der kleinen Tiere.
Gefressen hat sie sie nie.
Zwei andere Katzen überlebte sie, auch drei Hunde, darüber war sie wirklich froh.
Den Buddha-Hund Mister Me mag und akzeptiert sie.
Was Wunder, der ist ja was Besonderes und eigentlich kein Hund.

Jetzt ist sie anspruchsvoll aber urlieb, bekommt von mir nur das allerbeste Futter, wird verhätschelt, darf fast alles, momentan sogar alles, ich schimpfe nicht mehr, ich gurre nur noch.

Die Fußbodenheizung im Bad mag sie, ins Bett zu springen macht ihr Mühe.
So liegt eben Schmutzwäsche von mir am Boden, das mag sie, sie frisst auch im Bad, obwohl die Portionen immer kleiner werden...
Das Kisterl ist nun weniger hoch, sie irgendwie auch...
Leicht wie eine Feder ist sie geworden.

Samstag, 12. November 2011

Befindlichkeit: den Umständen entsprechend hervorragend...

O-Ton Jaro:

Frau, nix brauchen haben Angst. Jaro spazieren auf Dachboden, dann Holzdecke unten runter, Jaro reparieren. Kleine Tier nix mehr kommen von oben.
Andere Hause schlechter, Jaro reparieren.
Dieses Hause alt, aber gute Hause.
Jaro reparieren, Frau, nix brauchen haben Angst.
Frau, wieder lachen, Frau immer so lustig.
Machen wieder Feuer in Hof, dann so gut Luft!

Also in echt: das Warten auf Jaro lohnte.
Er besserte auch jeden Scheissdreck vom rausgeschmissenen jungen T. aus, über den er heftig den Kopf schüttelte: diese junge Mann ist Trottel.
Muss noch lernen viel in Leben.

Weil ich eh noch immer im Hof frühstücke und eigentlich im Freien lebe, folgte ich dem Rat.
Ich mach jetzt jeden Tag Feuer im Hof, es gibt ja genug Material...

Täglich gilt mein erster Blick dem Wetter, das Universum ist echt gut zu mir.
So ein milder November kommt gerade recht.

Die Frage, ob ich schwarz-weisse altmodische oder blau-weisse klassische Kacheln verwenden soll, erörterte ich via mail mit dem Wüstenflieger.
Bis diese heikle Frage geklärt wurde (blau-weiss klassisch), löste Jaro das Problem auf seine -Art:
Frau, nix schreiben auf Maschine. In Katzenhause (= Holzschupfen) in Ecke gut Kachel liegt. Scheeene. Jaro nehmen. Passt gut, Frau, schauen !
Öha! Die hatte ich vergessen. Wurden von mir für das Badezimmer meiner letzten Station gekauft, ist gefühlte 300 Lichtjahre her, als ich noch mit dem Mann, den ich hinschickte wo der Pfeffer wächst, logierte, um mir sodann flugs das Elfenhaus zu kaufen.
Sie picken schon, hab die Fugenmasse mit dem klingenden Namen "Crystal" genommen.
Jaro: Ist sich Kristall aus Glas, passen besser zu Frau, Diamant nix gut für Frau in alte Hause, Glas besser. Hahaha.
Wir lachen viel beim Arbeiten.
Du haben Musik von Urlaub? Muss tanzen, nix haben Angst wegen klein Tiere kommen von oben.
Jaro reparieren!

Na dann.
Die 10 Tage Pause, - Jaro muss helfen bei alte schlechte Hause, Dach bissi kaputt ! - nutze ich, um ein wenig aufzuklaren.
Die alte Katze findet es urbequem, im ehemaligen und zukünftigen Wohnzimmer ein Katzenklo zu haben, ich wiederum finde, das geht zu weit.

a propo finden: wissen sie zufällig wo sich die Unterlagen für die Steuererklärung befinden?
Abgabetermin 25.11., es ist noch etwas Zeit bis dahin.
Na, schau ma mal. Vielleicht bei der Bettwäsch?

Das Leben ist kein Kindergeburtstag.
Jaor: hahaha, ist sich mehr wie Kinder-Geburt! Hahaha.

Tja, alles wird gut.
Und der Wüstenflieger mailte, dass eine Landung in den Weinviertler Dünen demnächst in diesem Theater unvermeidbar sei.

Möglicherweise habe ich bis dahin die Grundlage für ein ordentliches Gelage. Der P. kocht ja gerne und gut...
:)

Dienstag, 8. November 2011

PUH...

Wenn scho, denn scho...

Weil ja Jaro gut gelaunt herumwerkt, das Wetter zum campieren für abgehärtete Landeier hervorragend ist, na, hab ich auch das Wohnzimmer zerstört...
Jaro wirds scho richten.
Hoff ich.




Meine Küche nimmt Gestalt an.



Die "Büroecke" kommt auch bald dran.



Eigenartigerweise bin ich gut gelaunt.
Und jetzt fahr ich nach Mistelbach, Filmclub ist angesagt.
"Ein gutes Herz", wird sicher amüsant.

Samstag, 5. November 2011

UNGLAUBLICH ABER WAHR, III

Na also.
Seit heute arbeitet Jaro an meiner Küche.
Und wie auch noch.
Professionell, gut gelaunt, mitdenkend, er schmutzt nicht, macht sich die richtigen Gedanken.

Ganze Geröllhalden sind mir vom Herzen gefallen, das können sie mir glauben.

Was ich eh immer sag: alles wird gut.
Geduld und starke Nerven vorausgesetzt.

In der Ruhe liegt die Kraft !

Dienstag, 1. November 2011

UNGLAUBLICH ABER WAHR, II.

Warum soll es ihnen anders gehen als mir.
Obwohl, so wie mir KANNS ihnen gar ned gehen, weil ja ICH gerade so eigenartige Erlebnisse hab.
Trotzdem. Die aktuelle Geschichte.

Seit geraumer Zeit sind die Frau ro und ich auf der gedanklichen Suche nach einem Packerl, das sie mir geschickt hat.
Sollte längst im Elfenhaus sein, verschwunden offenbar. Abgebogen, wie auch immer, nicht dort wo es sein soll.
Jammer.

Heute ist in Österreich ein Feiertag.
Drum ging ich gestern noch spät mit dem Hund aufs Feld, heute dann gemütliches Aufstehen.
Der Hund sehr aktiv und aufgeregt, unüblich.

Warum?
Das verschollene Packerl lag reingeschmissen hinter dem Tor.
Geöffnet und wieder zugepickt mit vielen Lagen Klebebändern, die ich recht mühsam aufschnitt.
Gestern war es noch nicht dort, das weiss ich...

Jemand hats wieder zugepickt. Und dann bei mir reingeschmissen.
Nichts hat gefehlt.
Alles ist unversehrt.
Alle die wichtigen Dinge.

Also jetzt, wo der Küchenelf bei mir ist, jetzt kann nur alles gut werden...
Ich weine noch immer und hab Gänsehaut.

Es müssen die Elfen gewesen sein...
Alles wird gut.

Montag, 31. Oktober 2011

UNGLAUBLICH ABER WAHR...

Der Sommer ist zu Ende gegangen,aber das brauch ich ihnen ja nicht sagen...
;)
Drum hab ich noch schnell eine Nationalpark-Führung gebucht, vor allem um den Herrn Jossele aus der Radierwerkstatt endlich persönlich kennenzulernen, es machte wirklich Spaß.
Ja der kann was. ;) Nicht nur Fluchtwege zufriedenstellend gestalten.... ;)
Wujnderbar, jemanden kennenzulernen, von dem man schon viel weiss und gelesen hat.
Immer wieder bereichert mich das bloggen.
Meine Vorurteile gegen die virtuelle Welt werden immer kleiner.
Nach wie vor interessieren mich persönliche Begegnujngen mehr, aber das Knüpfen von Kontakten....
Also schön wars. Interessant wars. Erbaulich wars.

Damit ich was zum Staunen hab, gabs eine weitere Begegnung, die mir fast die Schuhe auszog:
Übrigens hallt es im Schlosshof >Orth an der Donau sehr schön, mein lautes Lachen in dieser Umgebung war deutlich hörbar.
;)
Ich habe ja einen älteren Bruder. Der mit seiner Familie im Wienerwald lebt. Wir sind einander äusserlich sehr ähnlich, aber ich als die kleine Schwester war und bin die Narrische, die Abenteuerlustige, die Mutigere.
Als Kind sagte er immer "geh DU vor", später musste ich hören "du machst ja einfach was du willst", meine Umzüge, Veränderungen und Konsequenzen konnte er nicht wirklich nachvollziehen.
Seit 3 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen, mein langer Brief mit Einladung ins Elfenhaus, ganz oben rechts, hart an der tschechischen Grenze, das war offenbar endgültig zuviel für ihn...
Also.
Ich steh in der Halle, warte auf den Ranger, da trau ich meinen Augen nicht:
Meine Schwägerin geht an mir vorbei.
Hallo, E. ! Ich bins, die Datja !!! Ist der G auch da?
Ja, der trikt Kaffee. Es hat ihn fast der Schlag getroffen.
Ja, sie machen auch die Führung.
Oh fein, der Ranger ist der J., den kenn ich, obwohl ich ihn heute erst kennenlerne,
???
Na vom bloggen.
???
das erklär ich dir ein andermal.
Warum ich meinen Sommerurlaub in Bielefeld verbrachte?
Na wegen dem Teutoburger Wald, und weil ich - auch durchs bloggen - vorher in Frankfurt war.
Ja, bei der E.
Der M ? Der auf der Karte unterschrieben hat?
Nein, bei dem lebe ich nicht, obwohl ich zu Sylvester wieder hinfahr.
???
Vorher bin ich bei E., in Frankfurt, aber zwischen den Feiertagen bin ich im Weinviertel, hab allerhand zu tun, ich mach ja Besuchsdienst.
Weisst, Nebenerwerbspensionistin.
???
Das kennst du nicht? Erkklär ich dir ein anderes Mal!
Jetzt? Ich warte auf Jaro, der baut mir die neue Küche. Weil ich den T rausgeschmissen hab.
???
Nein, den kennst du nicht.
Der Ch? Na mit dem hab ich doch vor über 3 Jahren Schluss gemacht, drum hab ich doch das Elfenhaus.
Das hab ich dir doch geschrieben.
Nein, kein Kontakt mehr.
Hier einen Freund?
Naja, schon schon, aber du meinst sicher....also der Wüstenflieger, der schon, aber der lebt jetzt in Israel, Wirklich oft kommt er nicht persönlich. Wir mailen viel hin und her.
Das ist ja der P, den hast du vor 25 JAHREN eh öfters gesehen, ah, du kannst dich nimmer erinnern.
Aber du warst ja auch nie in der Camera und in der Arena, und auf den Festln. Und den Demonstrationen.
Drum!
Reiten? Nimmer. Ich mach jetzt Lama-Trekking. Hab auch eine Ausbildung gemacht, Lama-Training macht Spaß!
Na im Weinviertel, in Mistelbach.
Ja, Lamas.
....
Ja, den Ranger kenn ich, obwohl ich ihn gerade erst kennenlerne.
Ja, das stimmt.
???

Wir waren die einzigen Teilnehmer der Führung.
Jossele war Zeuge dieser Familienaufstellung.
Mein Bruder ist sich wahrscheinlich ziemlich sicher, dass seine kleine Schwester jetzt vollkommen übergeschnappt ist und ein Vamp dazu.
;)
Jaja, wir telefonieren, und im Frühling dann, ja, und noch einen schönen Tag.

In echt, also Sachen gibts...

UNGLAUBLICH ABER WAHR...

Der Sommer ist zu Ende gegangen,aber das brauch ich ihnen ja nicht sagen...
;)
Drum hab ich noch schnell eine Nationalpark-Führung gebucht, vor allem um den Herrn Jossele aus der Radierwerkstatt endlich persönlich kennenzulernen, es machte wirklich Spaß.
Ja der kann was. ;) Nicht nur Fluchtwege zufriedenstellend gestalten.... ;)
Wunderbar, jemanden kennenzulernen, von dem man schon viel weiss und gelesen hat.
Immer wieder bereichert mich das bloggen.
Meine Vorurteile gegen die virtuelle Welt werden immer kleiner.
Nach wie vor interessieren mich persönliche Begegnungen mehr, aber das Knüpfen von Kontakten....
Also schön wars. Interessant wars. Erbaulich wars.

Damit ich was zum Staunen hab, gabs eine weitere Begegnung, die mir fast die Schuhe auszog:
Übrigens hallt es im Schlosshof Orth an der Donau sehr schön, mein lautes Lachen in dieser Umgebung war deutlich hörbar.
;)
Ich habe ja einen (älteren) Bruder. Der mit seiner Familie im Wienerwald lebt. Wir sind einander äusserlich sehr ähnlich, aber ich als die kleine Schwester war und bin die Narrische, die Abenteuerlustige, die Mutigere.
Als Kind sagte er immer "geh DU vor", später musste ich hören "du machst ja einfach was du willst", meine Umzüge, Veränderungen und Konsequenzen konnte er nicht wirklich nachvollziehen.
Seit 3 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen, mein langer Brief mit Einladung ins Elfenhaus, ganz oben rechts, hart an der tschechischen Grenze, das war offenbar endgültig zuviel für ihn...
Also.
Ich steh in der Halle, warte auf den Ranger, da trau ich meinen Augen nicht:
Meine Schwägerin geht an mir vorbei.
Hallo, E. ! Ich bins, die Datja !!! Ist der G auch da?
Ja, der trikt Kaffee.- Es hat ihn fast der Schlag getroffen.
Ja, sie machen auch die Führung.
Oh fein, der Ranger ist der J., den kenn ich, obwohl ich ihn heute erst kennenlerne,
???
Na vom bloggen.
???
das erklär ich dir ein andermal.
Warum ich meinen Sommerurlaub in Bielefeld verbrachte?
Na wegen dem Teutoburger Wald, und weil ich - auch durchs bloggen - vorher in Frankfurt war.
Ja, bei der E.
Der M ? Der auf der Karte unterschrieben hat?
Nein, bei dem lebe ich nicht, obwohl ich zu Sylvester wieder hinfahr.
???
Vorher bin ich bei E., in Frankfurt, aber zwischen den Feiertagen bin ich im Weinviertel, hab allerhand zu tun, ich mach ja Besuchsdienst.
Weisst, Nebenerwerbspensionistin.
???
Das kennst du nicht? Erkklär ich dir ein anderes Mal!
Jetzt? Ich warte auf Jaro, der baut mir die neue Küche. Weil ich den T rausgeschmissen hab.
???
Nein, den kennst du nicht.
Der Ch? Na mit dem hab ich doch vor über 3 Jahren Schluss gemacht, drum hab ich doch das Elfenhaus.
Das hab ich dir doch geschrieben.
Nein, kein Kontakt mehr.
Hier einen Freund?
Naja, schon schon, aber du meinst sicher....also der Wüstenflieger, der schon, aber der lebt in Israel, Wirklich oft kommt er nicht persönlich.
Das ist ja der P, den hast du vor 25 JAHREN eh öfters gesehen, ah, du kannst dich nimmer erinnern.
Aber du warst ja nie in der Camera und in der Arena, und auf den Festln.
Drum!
....
Ja, den Ranger kenn ich, obwohl ich ihn gerade erst kennenlerne.
???

Wir waren die einzigen Teilnehmer der Führung.
Jossele war Zeuge dieser Familienaufstellung.
Mein Bruder ist sich wahrscheinlich ziemlich sicher, dass seine kleine Schwester jetzt vollkommen übergeschnappt ist und ein Vamp dazu.
;)
Jaja, wir telefonieren, und im Frühling dann, ja, und noch einen schönen Tag.

In echt, also Sachen gibts...

Samstag, 29. Oktober 2011

ALLES WIRD GUT !!! NUR MUT NUR MUT

Erstaunlich was ein kleines mail auslösen kann:
Der Maurer Jaro kommt Anfang November und baut meine Küche.
Endlich gehts weiter im Elfenhaus!

*sich schon die Ärmel aufgekrempelt hat und Klumpert herumräumt*

Donnerstag, 27. Oktober 2011

TAG DER FAHNE

Meine Kindheit und Jugend erinnere ich sorgenfrei und priviligiert.
Heute ziehe ich den Hut vor den Erwachsenen, die mich umgaben, waren doch die Schrecken des Krieges noch nicht lange vorbei.
Erst viel später, ich muss ungefähr 10 Jahre alt gewesen sein, erfuhr ich ein wenig.
Da machten wir Urlaub in Kärnten, bei netten Bauern am Ossiachersee, ich trieb mich bei den Tieren herum, schwamm viel, war dauernd im Wald.
Aber abends hörte ich die Erwachsenen reden. Der Herr T. und seine Frau sprachen immer wieder von Griechenland und von Polen, und was für ein Glück es war, dass der Herr T der Bursche meines Vaters war.
Weil sonst wär alles anders gewesen.
Vater freute sich so den Herrn T so gesund und munter zu erleben, er machte sich ja in Karelien grosse Sorgen um ihn.
Mutter sprach von den Bauern in Zwettl, wo sie auf Anraten meines Vaters mit meinem älteren Bruder 1 1/2 Jahre verbrachte.
Dass sie von Wien mit dem Baby im Kinderwagen zu Fuss ins Waldviertel ging, fand ich etwas übertrieben..."Die Russen" hielt ich für Urlauber, mein Bruder erzählte von Lagerfeuern und Liedern, meine Mutter betonte ihre Kinderfreundlichkeit.
Die Greueltaten wurden vor den Kindern niemals erwähnt.
Von der Vergewaltigung meiner Mutter, die zu ihrem Entsetzen nicht ohne Folgen blieb, erfuhr ich erst mit 18.
Wie froh sie damals war, dass ihre Mutter einen Arzt kannte, der die streng verbotene Abtreibung vornahm.
Immer betonte sie, wie verständnisvoll mein Vater reagierte, der "dann endlich zurückkam",
und wie froh sie war wieder ein Kind auszutragen, nämlich mich.

Heute verstehe ich auch ihre Verwirrung über mich, ich liebte Birken und Schnee, wollte von Vater mehr über Russland erfahren, das er mir in schönen Farben schilderte. Ich hatte ja erfahren, dass er lange dort war, während Mutter mit meinem Bruder bei Omi und Opa wohnte.
In dieser Zeit war Vater längere Zeit in Amerika, beruflich, er war in der Gewerkschaft tätig, brachte mir einen roten Regenschirm mit und war erstaunt wie gross ich geworden war.
Da war ich 8 Jahre alt.
Ich wurde von Doris zu Datja und verstand nicht, dass mich Vater inständig bat, nicht dauernd von Russland zu reden, Mutti weint dann immer.
Aber ich hielt mich daran, ich wollte sie ja nicht kränken.
Verstanden hab ichs nicht.
Dass er vor meiner Geburt lange in Russland war und vorher beim Olymp und dann in Posen liess ihn als Reisenden erscheinen, der viel gesehen hat und urviel weiss.


Und noch mal später, meine beginnende Pupertät verwirrte mich schon, setzte ich Puzzlestein und Puzzlestein zusammen und formte mir ein Bild.
Erst als ich 20 Jahre alt war, begann ich mich wirklich auszukennen.
Da trug ich oft ein rotes Palästinensertuch und begann zu demonstrieren.

Es kam der beste Freund meines Vaters auf dessen Einladung hin nach Wien, Martin Sch. wurde vom Flughafen Schwechat mit viel tamtam abgeholt. Schau, das ist der Martin, der war mit mir in Salzburg im Gymnasium, den hab ich 1938 zum Zug gebracht, er konnte nach Palästina ausreisen. Martin erzählte von seinem Schrecken, dass Vater, in Uniform, seinen Koffer trug und ihn bis zum Waggon geleitete.
Und dann erzählte Martin. Der als einziger seiner Familie überlebte.
Ein Jahr später kam dann seine Tochter Iris, in Tel Aviv geboren, für 2 Jahre zu uns, sie wohnte in der Garcionnaire unserer Villa und studierte Musik. Durch Iris wurde ich Sekretärin beim Jüdischen Nationalfonds in Wien, "der jiddischte Goi" wurde ich genannt, die Enkel der Tante Jolesch lehrten mich viel, sehr viel ...
Natürlich besuchte ich Israel und trieb mich in Kibbuzim herum...

Meine Weltanschauung war eindeutig und klar, doch etwas naiv.

Ich glaubte auch lange, der jährliche Fahnenschmuck an meinem Geburtstag habe wirklich damit zu tun. Wegen MIR war schulfrei und die Häuser geschmückt. "Ist das nicht toll, ganz Österreich feiert deinen Geburtstag !"
Da kann man nur selbstbewusst werden.



Vater wird mir immer fehlen.

Montag, 24. Oktober 2011

...

0011

Samstag, 22. Oktober 2011

ICH LÜFTE GERADE SEHR HEITER MEINEN BESITZ

Während ich auf den Maurer Jaro warte,der die Küche gestalten soll, nein, WIRD !!! räume ich das Wohnzimmer aus.
Warum? Einerseits denke ich daran, von Jaro auch die Wände dieses Zimmers machen zu lassen (eine Frage der Motivation und des Preises), andererseits habe ich beschlossen, mich nur mehr mit Dingen zu umgeben, die angenehme Erinnerungen evozieren.
Sapperlott, da muss einiges weg. Erstaunlich, wie selbst ein altes leeres Schneckenhaus stören kann...
Sehr interessante Erfahrung !

Der Wüstenflieger zieht weit weg seine Kreise, aber das www knüpft schöne Verbindungen, es wurde mir zur lieben Gewohnheit, abends am laptop zu sitzen und zu schreiben. Da absichtlich ohne Fernseher, in aller Ruhe inmitten von Schutt ohne Asche. Skurill aber trotzdem wohltuend. Seltsam, wie verbunden man sein kann trotz grosser Entfernung.
Und wie heiter und amüsant es ist wenn man eine eigene Sprache entwickelt, für Aussenstehende sicher erklärungswürdig. Also rein theoretisch, well Privates privat ist und bleibt. Eh klar.
Feine Sache.

Freundin M mit kleinem Sohn Johan mit einem n war auch wieder hier, der Kleine ist jetzt 2 1/2 und revidiert meine Vorbehalte kleinen Kindern gegenüber. Wie immer kommt es ja drauf an, und seltsame, eigenartige Mütter und Väter haben logo auch andere Kinder als üblich.
Wunderbar !
Jaja, man kann in der Wahl seiner Eltern gar nicht vorsichtig genug sein...
;)

Als Advent- und Weihnachtsneurotikerin hab ich auch das Richtige getan:
Einladung angenommen, Tickets gekauft, Mitte Dezember beginnt mein Deutschland-Gastspiel, das mich sicher wieder entspannt laut lachen lässt, trotz oder gerade wegen der zipfelbemützten Besucher auf diversen Weihnachtsmärkten.
Weil, gegen Advent und Weihnachten hab ich ja nix, gefällt mir sogar, aber die Menschen, die Menschen...
Vor allem die sogenannten Gesunden und Normalen.
!!!

Ja und was sich sonst so tut in der weiten Welt, das ignoriere ich gerade.
Tut echt gut.

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