Donnerstag, 13. August 2009

zwangspause

durch den mistelbacher wald fahre ich immer langsam, der wildtiere wegen.
mehr als 70 kmh gibt es dort nicht für mich.
so auch am montag morgen.

wenn es dann aber jemand ureilig hat und mit den gedanken ganz woanders ist, dann, ja dann...

...kracht dieser mensch nach einer kurve ungebremst in mein schönes, neues, gutes, feines auto und macht es kaputt.

kein personenschaden, hundchen sass vor dem beifahrersitz am boden, niemand verletzt.

mit einem lauten, dreifachen SCHEISSE ! bin ich ausgestiegen.

in einer woche wird meine grüne mamba wieder auf mich warten.
bis dahin heisst es ruhe bewahren.
grummel!

Freitag, 7. August 2009

1979

auf meiner internet-startseite (wikipedia) sah ich heute einen VW-bus, bunt bemalt.
da fiel mir der august 1979 ein...

den winter 1979/1980 verbrachte ich in marokko, in algerien, in tunesien, um im frühling 1980 über italien wieder nach wien zu fahren.
in einem VW-bus, den wir "walkabout" nannten, wurde gelebt, geliebt, gelacht, geraucht, getrunken.

nein, ich bereue nichts!

Donnerstag, 6. August 2009

anti-regen-zauber

na servas.
wenn junge, ausgeruhte, braungebrannte handwerker loslegen geht ordentlich was weiter.
ich habe ihnen coca cola in der dose gekauft, fürs frühstück.

wieder wachsen neue schuttberge...

kein regen wär jetzt echt vorteilhaft, sonst verwandelt sich das elfenhaus in ein schlammloch.

bin guter dinge.

zwischendurch grabe ich übersiedelte pflanzen ein, verdiene das dringend nötige geld, beschäftige mich mit mister me und anderen tieren.

diverse bürgerinitiativen müssen warten.

einen großen vorteil dieses sommmers bemerke ich gerade:
die probleme der welt, der wirtschaft, der politik usw gehen an mir vorbei.
kein fernsehen sowieso, aber auch zeitungen lese ich weniger, das surfen ist hintangestellt, und, wissen sie was?
ich empfinde es als angenehm!
man muss nicht immer alles wissen!

Dienstag, 4. August 2009

back again

sie sind wieder da.
voller tatendrang, humorvoll, wach.
ausgeruht, braun gebrannt.

der installateur und herr rudi.

yippie !!!

Sonntag, 2. August 2009

tun sie`s nicht !

nein, tun sie`s nicht.
nämlich eine zimmerdecke aus holz weiss streichen!
lassen sie es so wie es ist.
ich aber...
immerhin sieht man die spritzer nicht in meinen haaren.
sie greifen sich aber irgendwie ... hart an.
dabei mag ich kein gel.

ist es die hitze?

obwohl ich wirklich genug zu tun habe scheine ich noch ungenützte reserven zu haben.
herr kalinovsky, ein berliner, der sich als ehemaliger manager hier im ort zur ruhe setzte, brachte mich auf eine idee:
im herbst eine kleine feine bürgerinitiative "wohnstrasse", ein gasslfest zum kennenlernen, mehr miteinander reden, kindern die scheu vor hunden nehmen.
seine vier hunde, aus mehreren ländern mitgebracht, tollen bereits gerne mit mister me, die autofahrer beginnen sich zu besinnen und nehmen den bleifuss vom gas, die bauern schleichen mit ihren riesigen traktoren an mir vorbei.
immer wieder mach ich mich wichtig.

es ist nicht zu fassen: ich kann es nicht lassen.

Freitag, 31. Juli 2009

aufgetaucht

folgendes hab ich 2002 auf einem zetterl notiert, dann vergessen, jetzt wieder gefunden:



ZITRONEN -

NICHT IMMER VOM SÜDEN -

VERACHTEN MEIN LACHEN,

MISSGÖNNEN DEN FROHSINN,

SIND HELLGRÜN VOR NEID.

SELBST UNREIF, DOCH RICHTIG

UND WICHTIG WÄHNEN SIE SICH!

UND WENN ICH MICH WEHRE

(ERNSTHAFT UND STILL)

KOMMT IMMER DIE FRAGE:

KEIN LACHEN, WARUM ?

ACH, SIE SIND DUMM.

Donnerstag, 30. Juli 2009

ausgleich

anstrengende arbeit.
viele kilometer hin und her, mal mit klienten, mal mit freundinnen, dann mit dem hund, ja und immer noch mit übersiedelung beschäftigt.
der installateur macht gerade urlaub.
bis montag...
die künette noch offen, das elfenhaus eine baustelle.
fitness-center gegen sackrodel getauscht.

gestern hatte ich davon genug.
also ins kaffeehaus, freundin getroffen, bummel durch die ländliche kleinstadt, ja und dann
tamtaratä
ICE AGE 3.

herrlich!
kindlich bzw kindisch-sein ist einfach schön.
in bequemen kinosesseln lümmeln, lachen, weinen, zittern.
dann noch auf einer terrasse im mondenschein sekt trinken, ja und heute war ich dann in der psychiatrie.
beruflich.
wer was anderes denkt, der irrt !

Sonntag, 26. Juli 2009

schwach

ich wirke stark
und bin doch schwach

weil es zwar spät ist
aber die zigaretten sind aus
und ich will noch lesen

deshalb gibts noch
einen hundespaziergang
zum automaten
im dorf

besser wäre es
in die andere richtung zu gehen
dann rauchlos lesen
oder gleich schlafen
- aber ich bin schwach

mir doch egal.
;)

fast.


lesen

Donnerstag, 23. Juli 2009

was sich gerade so tut

um 7 h früh bemerke ich, dass das leise knurren von mister ME durchaus berechtigt ist:
in meinem garten arbeiten zwei freundliche männer.
ich bekomme endlich die gasleitung von der EVN.
dass ich unentfaltet im bademantel plaudere ignorieren sie charmant.
"gehngans furt. wir san laut!"
ja, klar, ich hab den presslufthammer gesehen!
"kummans spät ham. daun samma fertig. wo steht der besen?"
dort. und beim brunnen ist das bier, im schwarzen kübel! ich hab keinen kühlschrank und kein WC.
"daunkschee. wurscht."
schatten gibts auch im höfchen, schauen sie, da steht meine bank.
"leiwand. sie san liab. hot uns da rudi gsogt."
MEIN HERR RUDI !

frühstück im kaffeehaus mit mister ME.
dann chefin abholen. die wieder einmal von ihrem pferd fiel und sich das rechte handgelenk brach. mein schallendes gelächter mit einem ebensolchen beantwortete.
mir meinen alten geschnitzten stock aus krakau zurüchgab, (die rechte hüfte ist ja auch geprellt), die empfohlene operation vehement ablehnte, im gasthaus das essen mit einer eigenen schere zerkleinert, den gips als terminkalender verwendet, mir aber treuherzig versichert, dass sie mister ME und meine alte katze IMMER versorgen wird, wenn mit mir was sein sollte, was von mir wiederum mit schallendem gelächter quittiert wird.
"oh, danke. falls es deine verletzungen zulassen. "

italienische fliesen fürs schlafzimmer (wunderschön aber teuer) bestellt.
FIRMA KERAVIN IN ST ULRICH IM WEINWIERTEL BEI NEUSIEDL AN DER ZAYA.

freundin E fand schnell die genau passenden. muss ich neidlos zugeben. (fällt mir aber schwer !)
ich stünde noch immer dort und wüsste nicht und glaubte doch...

angesichts der preise erschauert. freundin B sponserte daraufhin spontan den fliesen-boden im zukünftigen elfenbad.
ach. so eine gute.
dazwischen schöne gespräche. B ist ja ärztin in einer psychiatrie.
ich bin gesund. !!!

mit freundin D wildlachs essen und batterien auftanken.
pferdenasen streicheln.
sich beim eisessen anpatzen.
über karrieresprünge von D entzückt sein.
gratulieren.
parlieren.
lachen.
laut.
wohlfühlen.

existenzängste bemerken, ausleben, (kurz !) weinen, verzweifelt sein, (kurz !) zweifeln, (noch kürzer !) sekt trinken. (langsam.)

reizende, entzückende SERVIETTEN rahmen lassen.

einen jungen verehrer NUR DAS EGO streicheln lassen.

sapperlott. die (junge) alte ist ziemlich gut unterwegs.
:)

der verehrer schmeichelt meinem ego.
mehr darf er aber nicht.
;)

es geht mir gut.

Mittwoch, 22. Juli 2009

manchmal ist am dienstag sonntag und am montag samstag

montag:
spontanes mittagessen mit D
wildlachs, tornados, chardonnay, wasser,kaffee
pferde sehen und streicheln
einen greifvogel aus nächster nähe bewundern
später:
fruchteis-becher
kaffee
"landpartie"


heute, ähem, gestern:

aufstehen
mit dem hund über die felder streifen
frühstück im cafe
besuch der freundin B
kräuter als geschenk
mit B und E spätes mittagessen
italienische fliesen bestellt
schwefelquelle besucht
im reitgut-schloß wasser getrunken
später: sekt


wochenend und sonnenschein

Montag, 20. Juli 2009

plätze

das elfenhaus wurde so unglaublich schnell mein zuhause, ich fasse es kaum.
das dorf so vertraut, die menschen so freundlich, die landschaft so weit.

heute fuhr ich in meiner neuen heimat herum und wollte fliesen bestellen. das geschäft hatte aber heute zu, also fuhr ich ein stückchen weiter und entdeckte eine eiskalte schwefelquelle.
bisher kannte ich nur heisse schwefelquellen, und noch nie sah ich so große weiden.

ja das universum ist gerade sehr gut zu mir.

Sonntag, 19. Juli 2009

gehört gesagt

manchmal ist das universum gut zu uns.

danke.

traumhaft

ich träumte heute von weihnachten.

als ich ein kind war, gehörte weihnachten für mich zur schönsten zeit im jahr.
der genuss begann ende oktober, da wurde mein geburtstag gefeiert.
davon erzähle ich vielleicht später einmal.
das leben lehrte mich, dass ich in vieler hinsicht priviligiert aufwuchs und der schöne traum meiner kindheit leider nicht standard ist.

am 23. dezember fuhren meine mutter, mein älterer bruder und ich zum gut meiner tante madelaine und ihrem mann lois.
diese aussergewöhnlichen menschen taten sich nach dem krieg zusammen, sie war eine gebildete dame aus wien, die in den 20iger-jahren mit ihrer gouvernante auf bildungsreisen in den orient geschickt wurde und später eine gesangsausbildung absolvierte. er war ein innsbrucker musiker, der im orchester die erste geige spielte.
durch die schrecklichkeit des 3. reiches wurde aus ihrer karriere nichts, er verlor ganz zu ende des krieges seinen linken arm.
also bezogen sie gemeinsam im wienerwald das große haus, eine klassizistische villa mit herrlichen antiquitäten, bauten stallungen an und begannen bauern zu werden.
8 ha wiesen und wald gehörten zum ehemaligen sommersitz, das ganze in einem naturschutzgebiet nur 25 km von wien entfernt.
meine kindheit war geprägt von diesem projekt, sie experimentierten begeistert, welche art von viehzucht die beste ist und wurden schliesslich experten der milchwirtschaft und der kälberaufzucht.
tante madelaine sang im stall klassische arien mit ihrem bemerkenswerten mezzo-sopran, onkel lois dirigierte beim füttern, sie diskutierten heftig ob der ton richtig oder falsch war. sein absolutes gehör duldete keinen fehler.
ich kuschelte mich zu einem kalb in duftendes stroh, eine katze im arm, ein junges schwein daneben, machte keinen mucks und mich möglichst unsichtbar, damit ich nicht weggeschickt wurde.

dort also, auf gut erlschachen, wurde das erste weihnachtsfest vorbereitet.
ich durfte onkel lois begleiten, wenn er mit säge, jausenbrot und seinem hund in den wald ging, um den baum auszusuchen, der dann im salon geschmückt wurde.
er durfte nicht zu groß und nicht zu klein sein, nicht zu krumm und auf keinen fall unregelmässig gewachsen. ich lief eifrig herum, band bändchen um mögliche favoriten, um dann dem onkel die auswahl zu überlassen.
der frühere besitzer des gutes, tante madelaines verwitweter vater, sass meistens in der varanda. früher war er kunsthändler, ein fan des jugendstils, von dem ich viel lernte. vor allem sehen, denn er erblindete im alter und es war mein job, ihn herumzuführen und meine eindrücke zu schildern. er wollte jede veränderung genau wissen und zwang mich mit liebevoller strenge, noch genauer zu erklären.
seine frühere haushälterin, ich nannte sie tante fanny, buk die besten zimtschnecken, meine mutter und tante madelaine kochten schwätzend in der großen küche.
wenn tante fanny und opapa abends in seinem zimmer verschwanden, wurde kichernd franzözisch gesprochen, der kinder wegen, und doch verstanden sie alles. opapa und tante fanny waren um die 80 und eine freude für jung und alt.
abends spielte onkel lois klassische musik. die schallplatten wurden wie diamanten behandelt, manchmal zupfte er auf seiner geige mit der verbliebenen rechten hand, weinte und seufzte.
wenn er in depressionen verfiel hielt tante madelaine flammende reden über die schönheiten des lebens. nützte dies nichts, drohte sie ihm "wenn du nicht aufhörst fahr bitte ein paar tage nach tirol. ich halte das nicht aus!"
das kam auch immer wieder vor, aber nie an weihnachten.
sie empfing ihn - nach spätestens 3 tagen - immer mit blitzenden augen und keinesfalls devot.
er wiederum hatte jedes mal ein geschenk für sie dabei.

der 24. dezember war geprägt von musik, spaziergängen, besuchern, und essen und trinken.
schinkenrollen,rindsuppe, braten, gemüse, erdäpfel, reis, salat, maronischaum, zimtschnecken, bratäpfel.
wasser, wein, sekt, saft, kaffee, später tee, whisky, likör.
der geschmückte baum strahlte, viele kerzen brannten.
keine bescherung.
räuchern von haus und stall mit duftenden getrockneten kräutern.

am frühen abend fuhren mutter, mein bruder und ich mit dem autobus nach hause.
unsere villa war nicht wiederzuerkennen:
vater hatte in der zwischenzeit für uns aus dem haus ein bilderbuch-objekt gezaubert:
in allen fenstern brannten kerzen. (am 24.12. durfte daheim kein elektrisches licht aufgedreht werden)
mit kerzen beleuchtet auch der garten.
lametta in den obstbäumen, zuckerwerk auf dem weg.
musik.
eine große tanne im zimmer, geschmückt und duftend. viele spritzkerzen.
die flügeltüre offen.
bunte päckchen unter dem baum.
viele.

es gab brötchen oder frankfurter würstchen mit gebäck.
glühwein, grog,kinderpunsch, tee.

mutter ging dann immer mit meinem bruder in die mette, ich erzählte meinem vater daheim von erlschachen.

am 25. dezember standen wir alle immer recht spät auf, wühlten in den geschenken, geschenkpapier lag herum, und zum frühstück gabs ein mittagessen im gasthof neunteufel.

jahr für jahr tat mir am 24.12. immer nur eines leid: dass ich um mitternacht nicht im stall sein konnte, wo doch an diesem tag um diese zeit die tiere mit den menschen sprechen!

Freitag, 17. Juli 2009

pause

baustelle hin oder her: das campingbett steht im höfchen, die papaya liegt am teller, das wasserglas ist gefüllt, die lesebrille auf der nase.

Ilse Tielsch:
Die Ahnenpyramide
Styria

Vita Sackville-West
Aus meinem Garten
Ullstein

Donnerstag, 16. Juli 2009

passt!

ach, es ist herrlich.
beim spaziergang: wilde kamille, rittersporn, mohn, carden (karden ?) am bach.
vogelgezwitscher.
schwalben.
kinder.
spielende hunde.

abends zander natur.
weisswein.

kein fernseher.

sterne.

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