als frühreifes früchtchen, das ich war, hatte ich senerzeit keinerlei interesse, je an einem schulball teilzunehmen.
ich fuhr stattdessen mit meinem freund, den gefälschten ausweis in der tasche, in irgendein lokal, um dann in seinem geräumigen auto auf einem parkplatz am kahlenberg die lichter der grossen stadt zu bewundern. also auch.
ich konnte sehr gut lügen, es fiel nicht auf, na und einige jahre später tat ich sowieso was ich wollte.
irgendwann tat es mir aber leid, eine phase übersprungen zu haben, die einfach nicht mehr nachzuholen war.
nun, dachte ich mir, man kann nicht alles haben, aber schade ist das schon.
heute hole ih versäumtes als zaungast nach. als adoptierte wahl-oma gehe ich erstmals auf einen schulball und bin entsprechend aufgeregt.
danke, universum! manitou ist gross.
datja - 24. Jan, 08:41
meine arbeit im behinderten-wohnhaus ist für mich interessant und macht mir spass, das ist allgemein bekannt.
ich erfahre soviel über mich, meine grenzen und möglichkeiten, wertigkeiten, fähigkeiten, schwächen.
die junge chefin, von mir hoch geschätzt, ist eine psychologin mit viel feingefühl, sehr menschlich, sehr klug.
der job hat auch nachteile, wie alles. da sind die dienstzeiten - mal von 6.30 bis 18.30, mal von 13.00 - 21, mal nachtdienst von 18.30 bis 8.oo uhr.
365 tage im jahr.
es ist mir schon passiert, dass ich an einem sonntag zum supermarkt fuhr und mich freute, weil der parkplatz leer war...
ich kann in der zwischenzeit zu jeder tages- oder nachtzeit schlafen und weiss oft nicht sofort wo ich bin wenn ich erwache, oder welcher tag denn heute ist. das salär ist meiner meinung nach nicht angemessen, die grosse anstrengung wird eher dürftig entlohnt. einige angehörige machen die arbeit auch oft schwerer als leichter, mangelnde kooperation oder einsicht sind immer wieder an der tagesordnung.
mit meinen persönlichen dingen pflege ich einen etwas - sagen wir mal legeren - umgang. mein rucksack liegt oft irgendwo im wohnhaus wenn ich einchecke, weil ich erstmal zur kaffeemaschine eile. meine schlüssel sind nicht immer dort wo sie sein sollen, auch meine schals, jacken oder handschuhe scheinen ein gewisses freiheitsbedürfnis zu haben.
schon oft fehlt mir etwas. taucht nicht mehr auf oder fand sich im zimmer eines bewohners, einer bewohnerin, es ist nicht immer leicht mit unseren 28 klienten.
versteht sich von selbst.
gestern hatte ich ein erlebnis das mich fasziniert:
erstmals FAND ICH ETWAS IN MEINEM RUCKSACK, DAS NICHT MIR GEHÖRT:
als ich spät abends vor meiner haustür nach dem richtigen schlüssel kramte, hatte ich plötzlich eine herren-armbanduhr in händen.
die ich nicht kenne.,
jemand muss sie HINEINGETAN HABEN.
ein heimliches geschenk. an mich. einfach so.
ich bin tief gerührt und werde mit der chefin besprechen wie ich jetzt vorvorgehe, niemand soll verletzt oder frustriert werden, andererseits will ich das fremde gut zurückgeben, ich weiss nur noch nicht wem und wie.
als abergläubischer mensch sehe ich dies als sehr positives zeichen:
mir fiel etwas zu, ich bekam ein geschenk, werde zeit haben usw.
her zu mir, ich kann es sehr gut brauchen!
herrlich!
datja - 20. Jan, 10:51
in meiner umgebung jammern fast alle unqualifiziert über das wetter. so auch jetzt.
dass es im jänner kalt ist, schnee liegt und pullover angezogen werden sollten - unglaublich!
ich frustriere dann gerne mit dem hinweis, dass
mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit der winter jährlich wiederkehrt, vor allem in unseren breiten.
sowas aber auch.
verschämt gebe ich dann preis, dass ich auch sogenanntes schlechtes wetter mag, mich an den wechselnden jahreszeiten ergötze, meine kleidung eben anpasse, auch das schuhwerk, ja ich bin sogar fähig, einen ofen anzuheizen.
vom luxus der zentralheizung ganz zu schweigen.
oft ausgerüstet mit meiner kamera (siehe: datjas fotos), immer mit den hunden bei mir, stapfe ich im angrenzenden wald umher, treffe selten erwachsene menschen, dafür oft lustige kinder.
in der zwischenzeit stehe ich dazu und verschweige es nicht mehr:
ich mag wetter in fast jeder art.
genauso wie gegend.
;)
datja - 18. Jan, 11:53
ich esse gerne,
rauche auch,
trinke immer wieder alkohol.
als wärs nicht genug, kommt jetzt auch bloggen dazu.
*müde bin*
datja - 17. Jan, 10:53
wenn es stimmt, was ich hörte, dann übernehmen die octupusse irgendwann die weltherrschaft.
nachdem die menschen ausgestorben sind.
da bekomm ich eigenartige phantasien.
andererseits beruhigt mich immer wieder, dass der mensch irgendwann nix mehr zu melden hat.
sind wir eigentlich hohe affen oder das fehlende missink link zwischen affen und menschen? oder doch menschen?
kommen menschen vielleicht erst irgendwann?
also bevor sie dann eh aussterben?
bevor meine gedanken zu schwer werden geh ich erstmal schlafen.
hoffentlich träum ich von tieren und/oder pflanzen. das ist bei mir immer positiv besetzt.
datja - 16. Jan, 01:10
momentan beschäftige ich mich damit, wissenslücken betreffend ALPACAS zu füllen.
das schlimmste: ihre sprache. sie SUMMEN. wenn sie sich unterhalten, klingt es wie singen von...wasweissich.
*HABEN WILL*
geht nicht. oder schwer. na und ausserdem...
aber ergotherapie? tiertherapie?
meine chefin ist tierlieb, der garten des behinderten-wohnheims gross, alpacas sind SEHR GUTMÜTIG...
ob ich es schaffe, dass die anschaffung von zwei tieren ins auge gefasst wird?
daumen halten! bitte bitte daumen halten!
die nächste team-sitzung ist in einer woche.
datja - 15. Jan, 03:27
0 ahnung
1 wahlenkelin
2 hunde
3 leinen
4 freundinnen
5 60-watt-glühbirnen
6 noch immer
7 zwergenhafte eierbecher
8 englische rosen
9 umzüge
10 zehen
28734 phantasien
datja - 11. Jan, 23:43
irgendwann so um die jahrtausendwende, als és in meinem leben wieder einmal nicht so lief wie von mir gehofft, griff ich nach sperrstunde zur x-ten zigarette und schenkte mir noch ein gläschen ein.
grübelte, weinte, und dann musste ich speiben.
am nächsten tag reifte mein entschluss: da es so ist wie es ist schau ich genau hin und nenn die dinge beim namen. ändern kann ich nur mich - und meine einstellung.
ich wurde aktiver. frecher. böser. grantiger. schoss oft übers ziel hinaus.
krempelte meine ärmel auf und mein leben um.
fiel tief.
bis auf den grund kam ich.
die luft ging mir aus.
da stiess ich mich ab und tauchte wieder auf. schnappte nach luft, strampelte und LACHTE. (nicht sofort, aber bald genug.)
ab diesem zeitpunkt sehe ich das leben als komödie.
die selbe geschichte, von einem anderem blickwinkel aus, mit einem anderen drehbuch , ein wenig abstand da. ein bissi mehr humor dort, skurilles hervortun, tragisches witzig machen, aber nicht zudecken, das mein ich nicht.
es geht mir besser damit. und darauf kommts doch an, oder?
HUMOR IST BEKANNTLICH, WENN MAN TROTZDEM LACHT.
natürlich hat mir dabei geholfen, dass ich nicht jünger, sondern älter werde. aber auch da ist die richtige einstellung entscheidend:
die alternative, nämlich jung zu sterben, gefällt mir nicht.
zu alt zu sterben ist oft auch nicht erstrebenswert.
einfach zum richtigen zeitpunkt effektiv zu sein, das ists wohl.
ja und sonst?
scheiss da nix, vagun da wos!
datja - 7. Jan, 22:12
1. NEIN
2. WARUM
3. MIR DOCH EGAL
4. NA UND
5. NICHT MIT MIR
6. NEIN
datja - 7. Jan, 18:11
es gibt solche und solche.
leider mehr solche als solche.
wichtig ist, zu wissen, wer zu den richtigen gehört.
dann gehts einem gut.
man fühlt sich wohl, macht artig ein knickserl, entspannt sich.
wie rausfinden? ganz ganz einfach:
du hast ein problem.
weisst nicht weiter.
gehst im kreis.
fragst vorsichtig. bittest diskret um hilfe. (wir wissen: die kaiserin jammert nicht !)
dann wartest du ab. vergisst fast die angelegenheit.
wer hilft? wer schenkt dir deine zeit? wer nimmt sich des problems an?
und schon weisst du wieder was was ist. bzw wer wer ist.
themenwechsel:
ich habe beschlossen, 2009 zwei kleidergrössen abzunehmen. zumindest eine. zwei wären besser. mal sehen. den panzer aus fett will ich nimmer brauchen. und was geschieht? noch bevor ich damit anfange hat der kleine basilisk weicheres fell gekriegt. am rücken statt struppig seidenweich. sehr eigenartig. hört der mit? dabei sag ich gar nichts.
ha! es beginnt so schön. hab mirs ja gewunschen: 2009 wird MEIN JAHR !
datja - 5. Jan, 22:52
neues jahr.
neuer tag.
neue sicht.
ballast abgeworfen, mist entleert, frischluft ins zimmer gelassen.
die feuertonne nicht angerührt, lieber den ofen im wohnzimmer geheizt.
allerlei verbrannt, auch salbei,;nicht zuwenig.
getanzt, gelächelt, böse geschaut.
ordnung gemacht. innen wie aussen.
getrunken, gegessen, geschlafen.
2009 zu meinem jahr erklärt.
komme was wolle, ich fühle mich stark.
datja - 1. Jan, 14:03
nach der percht und der weissen frau haben wir jetzt, im dritten mond, die zeit der
HEXE.
sie zieht die konsequenz aus der erkenntnis ihrer macht.
hexen dienen niemandem. sie leben für sich.
sie wissen von vielerlei geheimnissen und so kommt es nicht selten zu hass und angst bei ihren besuchern.
sie verfügen über heil- und zauberwissen, und kein mann kann sie besitzen.
die zaubersprüche der alten märchen sind wirkungsvoll, genauso wie die anweisungen nach tages- und jahreszeit, einen besonderen ort betreffend.
die sprüche müssen einen bestimmten rhythmus haben oder in reimen gesprochen werden.
es gibt
das magische riual
das bannen
das binden
das lösen
den magischen kreis
die fetischpuppe
magische materialen
in die zeit des dritten mondes fallen die raunächte, die zwölfer.
das ist die zeit des hexengerichts; und es sollte keine wäsche aufgehängt werden.
das tier dieser zeit ist die fledermaus, die pflanze der wacholder, das thema imagination und magie.
heute nacht werde ich aber salbei in die glut werfen, meine wäsche abnehmen, keine zaubersprüche murmeln, aber reichlich sekt trinken.
gute vorsätze formulieren - oder doch nicht
in gedanken versinken, dabei gute wünsche bekannten und unbekannten senden. das ganz sicher.
vielleicht lege ich mir die tarot-karten.
vielleicht auch nicht.
werde lachen oder weinen, oder beides, oder nichts davon.
ich werde tun, was ich nicht lassen kann.
und alles mit links und in liebe.
datja - 31. Dez, 02:09
endlich wieder freie tage.
der himmel wolkenlos, kein wind.
die wilde jagd der percht ist vorbei, der sturm hat sich gelegt.
ruhe ist eingekehrt.
die ruhe NACH dem sturm!
der ausblick aus meinem fenster: wohltuend.
ich öffne die tür zu meiner küche und sehe schönes.
endlich beginnt die zeit des einräumens, umräumens, aufräumes.
der raum wirkt grösser und ist heller.
die vorhänge sind gewaschen, die geräte neu.
handgebürstete bodenfliesen glänzen.
die schlechte laune des freundes, der nicht gerne heimwerken spielt, vergessen.
in meinem innern nicht nur müdigkeit, auch zufriedenheit.
die feiertage schön gestaltet, klienten und angehörige beruhigt.
da hat es sehr geholfen von meiner eigenen unfähigkeit zu erzählen, als ich vor einigen jahren nicht in der lage war, meine alte mutter zu betreuen, sondern hilfe suchte, fand, und dann auch nutzte.
es braucht manchmal emotionale distanz.
ich lese die nachrichten, mach mir ein bild von der lage der welt, bekämpfe erfolgreich ängste und sorgen, schüttle nur den kopf.
halte das auf und ab aus, bin wach und meine offenen augen sehen.
wie sagte ingeborg bachmann? "die wahrheit ist dem menschen zumutbar."
augen auf und durch!
dieses interessante, anstrengende jahr geht zu ende.
ein neues wartet schon begrüsst zu werden.
das holz für meine feuertonne im hof ist gerichtet, morgen wird sekt eingekühlt und lachs und kren und oliven gekauft.
die hunde bekommen zuwendung und die flexi-leinen, ein langer waldspaziergang steht am programm.
der duft von frischem kaffee entzückt mich, also wird jetzt gefrühstückt.
mahlzeit!
datja - 28. Dez, 10:13
bis silvester ist mit keiner zeile von mir zu rechnen.
mag nicht einmal dagegen sein.
egal.
datja - 21. Dez, 23:12
müde.
guter dinge.
lachend mit depressiven klienten auf wiener weihnachtsmärkten beerenpunsch getrunken.
(ich finde den im resslpark vor der karlskirche den schönsten, gefolgt von dem vorm schloss schönbrunn)
gemütlich und singend auf der brünnerstrasse bei einem unfall mit 2 toten im stau gesteckt.
blasphemische gedanken beim stillen gebet im stephansdom.
der herablassenden verkäuferin ein gesegnetes fest gewunschen und topfenstrudel weitergereicht.
den jungen mann am waffelstand angestrahlt, weil er feuchte servietten reichte.
im krankenhaus alles nötige veranlasst, damit der gefundene vermisste klient wieder gut heimkommt.
mit dem gott in weiss gescherzt, obwohl dieser anderes verdient hätte.
mit der chefin im nachtdienst kaffee getrunken, ohne worte, einfach so.
den freund wieder einmal müde angelächelt, weil die hunde entspannt auf mich warteten.
weihnachten ist scheisse.
datja - 20. Dez, 23:57