Weil ich gerade mit Leben sehr interessant, amüsant & prägnant beschäftigt bin, (was mir sehr guttut), wird mein Wald- und Wiesenblog hintangestell.
Die nächste Zirkusstunde mit Artax scheint auch ins Wasser bzw in den Schnee zu fallen,
die von mir zu früh eröffnete Gartensaison zwingt gottlob auch zu einer Pause,
aber meine ehrenamtlichen Betreuungen der psychisch Kranken kann ich dank Manitou weiterführen, denn nach dem zum Niederknien schönen Abend im Theater Akzent ("Der gschupfte Ferdl geht Taubenvergiften im Park") sind der Wüstenflieger und ich bis weit in die Morgenstunden im nächtlichen Wien lachend, redend, philosophierend und seelenverschlungen unterwegs gewesen.
Wenn frau dann in der Morgendämmerung nach rechts oben heimfährt und dabei 2 x einschläft kann das übel enden.
Sowohl auf der Autobahn als auch auf der Bundesstrasse...
Ich werde mein Gelübte, immer nüchtern hinterm Steuer zu sitzen, mit dem Zusatz UND AUSGERUHT versehen.
Die Zeichen der Zeit verstehe ich wohl zu deuten. Richtig, wie ich hoffe...
;)
datja - 18. Mär, 12:29
Wenn sich das Rad zu schnell dreht, frau als Hamster mit Rennpferd-Charakter läuft und läuft und läuft...
dann sollte entschleunigt werden.
Als ich zu schwächeln begann und allerhand Unpässlichkeiten Anlass zum Nachdenken gaben, diverse Ärztinnen aufgesucht werden mussten usw usf, da schlenderte ich über die Felder, ging in Wien als Touristin spazieren, trank eine Melange im Cafe Central und dachte nach.
Entschleunigen scheint sehr angebracht.
Situationen gehören ausgesiebt.
Dreck soll weg.
Klare Kraftsuppe stärkt. /Das ist als Metapher gemeint)
Also kaufte ich mir ein SIEB.
Besser gesagt: wurde mir ein Sieb gekauft.
Damit man's hat wenn man*s braucht...
Damit ich mich erinnere, sollte ich es vergessen...
Zukünftige Freundinnen sind schon was echt Feines1
;)
http://static.twoday.net/modBetterEditor/editor_icon_image.gif
datja - 6. Mär, 17:41
Herrschaften, der Schani hat die Sessel rausgetragen !
Mag sein für Manche verfrüht...
Für Andere ist der Zeitpunkt gerade richtig.
Wie auch immer:
Ich jedenfalls habe beschlossen, heute beginnt der Frühling.
Deshalb hängt auch die frische Wäsche am Strickl im Hof.
Wählen war ich auch.
Sicher hab ichs richtig gemacht.
Selten war ich so sicher.
Das Leben ist schön, wussten sie das?
Und Manitou ist wahrhaft groß.
datja - 3. Mär, 13:03
Kann sein die Herren sind verwandt + schmiedeten Verschwörungstheorien gegen die fröhliche Elfenhäuslerin.
Die sogar im Winter lacht, und nie im Keller.
Gestern hat es dem Herrn Ö gefallen wie mir schien, als ich - endlich fluchend - Berge von nassem schweren Gatsch schaufelte.
Weil der Fahrer des Schneepflugs in meiner Abwesenheit sowohl Mamba-Parkplatz als auch Zugang des Elfenhauses mit Schneematsch zumüllte.
Der Wüstenflieger schwimmt derweilen im Roten Meer und schaut sich die Fische von unten an, recht hat er. Bald kommt er wieder, wie es sich gehört.
Fühle mich irgendwie wie eine Seemannsbraut...
Ja, das hat was !
Es gefällt mir auch noch.
Unverbesserlich, die Alte.
;)
Gnädigste ziehen den Winter rechts oben vor, sowie heiter ihre Kreise, betreuen ambitioniert Menschen, die bissi anders sind, liefern amüsante Kochduelle mit des Wüstenfliegers bestem Freund und scheissen sich einen Dreck um diverse Meldungen in Medien...
Ich glaube, mir wird immer klarer wofür es sich zu leben lohnt...
datja - 15. Feb, 22:47
Die Elfenhäuslerin ist wieder gewohnt gut drauf.
:)
Meine gute Laune kehrte schnell wieder zurück, nicht nur Mister Me findet Schnee lustig...
Als ich heute morgens gut gelaunt Schnee schaufelte, fror dem Herrn Ö. von schräg vis a vis das Gesicht noch mehr ein.
Möglicherweise bin ich eine Zumutung.
;)
Deee kau ned nur schaufeln, deee hot aa no a Freid dabei.
Und de Wäsch lossts afoch hängan.
Und wenn mas frogt, sogts lachend ja mei, es kummt eh boid da fön.
Liegt möglicherweise auch daran, dass die letzte Landpartie in die Wachau sehr illuster war.
Die Damen reisten im Fond und parlierten angeregt.
Der Hund konnte endlich auf Fraulis Schoss sitzen statt alleine hinten zu sein...
datja - 12. Feb, 09:38
Rechts oben fühle ich mich wohlig, wonnig, warm.
Freundinnen und Freunde, Bekannte und Unbekannte, Interessante und Fade kreuzen meine Wege, streifen vorbei oder an, berühren oder weichen zurück, die Uhren gehen langsam, das Gras wächst leise.
Und regelmässig kommt Johan.
Der jetzt zu kochen beginnt.
Hmmm !!!
datja - 10. Feb, 10:38
Kreisch.
Dass das Leben kein Kindergeburtstag ist wiss ma. Scho lang.
Kaum bin ich mit dem Wegschaufeln von zuerst Schnee, dann Unbill das Auto betreffend, fertig, freu mich, weil die eingefrorene Waschmaschine wieder aufgetaut ist und wäscht, konnte termingerecht die Klientin mit all ihrem Zeugs in ihre neue Wohnung übersiedeln, beginnt mein Computer zu spinnen.
Das nehm ich persönlich.
datja - 7. Feb, 08:18
Das neue Teil ist neu.
Falsch.
Es ist alt, gefunden beim Altwaren-Tandler, ;) ich geh ja gern shoppen...aber trotzdem neu, nämlich bei mir.
ERSTMALS IM LEBEN BESITZE ICH EIN BEAUTY-CASE.
;) ...wurde aber auch Zeit, gell ?
"MAN IST DAS, WAS MAN AUS DEM MACHT, WAS AUS EINEM GEMACHT WIRD."
;)
datja - 3. Feb, 14:02
Es ist so, dass Herr Wiesenbauer als
gerichtlich beeideter Sachverständiger für selbst winzigste Veränderungen in der unmittelbaren, mittleren oder unmittigen Umgebung
der gefragteste und bestbezahlte Spezialist ever wär, wenn...
Ja, wenn....
*****************************************************************************
REMEMBER:
Erde. Mensch. 2013 .... naaa ???
GUUUTEN MOOORGEN !!!
...und danke für den Fisch...
*****************************************************************************
Sie verstehen .
datja - 29. Jan, 22:32
*) Name von der Red. geändert
Anfang der 40er Jahre des vorigen Jahrtausends wurde er im heutigen Tchechien geboren.
So mit 5 oder 6 Jahren kam er in ein Kinderheim im heutigen Österreich.
Dort lernte er stricken.
Lesen und schreiben nicht, ganze Sätze sprechen auch nicht, Kulturtechniken schon gar nicht.
Er muss 14 oder 15 Jahre alt gewesen sein, da kam er zu einem Bauern in einem kleinen Ort, wo Jeder Jeden kennt und sowieso Alle ALLES wissen,meistens besser, und eh die Kirche jeden Sonntag voll ist und echt bekannt, was richtig ist und was falsch...
Na und logo was Recht und Ordnung ist und Anständigkeit und wo es viele Jäger gibt, die...Und einen Pfarrer na klar, und brave Gattinnen die wissen was sich gehört, ... Na, lass ma das.
Dort lernte er arbeiten.
Und überleben.
Im Stall hat er gewohnt, auch, nachdem er "vererbt" wurde, wie er es nennt...
Ihm wurde gesagt, er muss dankbar sein für das alles, weil sonst wäre er in einem Heim.
Oder im Irrenhaus, also, eher das.
Das wollte er auf keinen Fall.
Daher war er fleissig und muckte nie auf.
Er war sehr fleissig...
So mit ca Mitte oder Anfang 60, ich weiss es nicht genau, wurde er bissi langsamer, bissi weniger kraftvoll, bissi weniger effizient...
Deshalb landete er auf der Straße, im beschaulichen kleinen Dorf, wo Jeder Jeden kennt, ... und es wurde ihm gesagt, jetzt, ja, jetzt, jetzt kommst endlich in ein Heim, oder, eher, ins Irrenhaus. Das hat ihm Angst gemacht.
Kam er aber nicht.
Er wurde gerettet, zu seinem Glück besachwaltet, aber fort aus dem kleinen Ort, wo er immer gelebt hat und das er so liebt, fort wollte er nicht.
Auf keinen Fall.
Er bekam ein kleines, bescheidenes Haus mit guter Ausstrahlung, wow, ein EIGENES KLEINES HAUS, mit winzigem Innenhof, wow, mit einem EIGENEN INNENHOF, mit einem Holzschupfen auch noch. Das Glück, dieses Glück, es war nicht leicht dies zu verkraften. Sooo viel Glück. So viel Freude.
"Frau W., i bin ja so froh dass i no ned alt bin. Weil jetzt fangts an, das Leben !"
Es hat ihm sehr gefallen wie ich ihm erzählt hab dass auch ich nimmer 20 war, als ich mein 'Elfenhaus kaufte...
Sein grüner Daumen ist beachtlich, sein Wissen über Flora und Fauna sagenhaft.
Aus den Kernen der Zitronenspalten, die neben dem Schnitzel liegen, zieht er Zitronenbäumchen, ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Sie tragen schon...
Und...und...und.
Seit 2 Jahren darf ich Herrn Wiesenbauer ehrenamtlich betreuen, und in dieser Zeit hab ich niemanden persönlich getroffen, dem oder der das alles wirklich gefällt.
So in echt und wirklich.
Aber ich kenn ja nicht alle.
Zudem bin ich ja nicht von dort, a zuagraste,des hört ma ja, a weib, was braucht der denn DIE, wos waas denn DIE scho, also wirklich.
Sie is zwar immer freindlich, griasst aa immer, owa trotzdem.
Anfangs staunte ich über die Defizite, die er hatte, bald wunderte ich mich nicht mehr, weil er sehr schnell Vertrauen zu mir fasste und viel, wirklich viel erzählte...
Wieder einmal erwies sich Mister Me als hervorragender Assistent, der Grosse leistet ja viel.
In kleinen, leicht verdaulichen Scheibchen zeigte ich ihm die Welt ausserhalb und innerhalb des Dorfes, die da draussen halt, die, die nicht im Stall oder am Feld liegt.
In SEHR kleinen Scheibchen. Step by step. Nur nix überspringen.
Kaspar Hauser irgendwie, Anfang des 21. Jahrhunderts.
Ja, es gibt was anderes als Gummistiefel und schmutzige Arbeitshosen.
Ein eigenes BETT. WC. Geld. EIGENES GELD !!! Euro heisst das jetzt, und für soviel kriegt man das, und für soviel jenes...aber erstmal lern ich ihnen die Zahlen 1 bis 20, und was was ist und welche Farbe hat was, und was ist DIESE Münze wert und wie schaut die aus, ja, es sind nicht immer die gleichen Bilder drauf, es kommt auf die ZAHLEN an. Das ist wichtig, echt, weil: ohne Geld ka Musi.
Heute kann er das GELD schon bis zum 100er, und das ist gut so.
Vor allem für ihn. Weil es ist schon ein Unterschied, wenn was 2 Euro kostet und die Null hinter dem 2er bedeutet, das ist ZUVIEL, auch wenn am Schein eh ein 2er draufsteht...so wie auf der Ware...
Tja.
Jetzt hat er nicht nur Geld, nein, viele viele Dinge...
Einfach so.
Ja, das gehört IHM.
Ein Bett. Eine Badewanne. Ein WC. Unterwäsche. Socken.
Waschlappen. Seife. Shampoo. (Rasieren kannte er). Messer. Gabel. Teller. Glas. Kaffee.
Die Liste wäre ellenlang wenn ich alles aufzähle...und Seiten würde es füllen, wie viel Freude er damit hat.
In der ersten Zeit war es sehr anstrengend für beide Seiten. Weil aber auch ich soviel von ihm lernte und vieles nicht kannte und wusste hatten wir von Anfang an urviel Spaß.
SIE LERNEN VON MIR, ICH VON IHNEN. DAS IST DOCH HERVORRAGEND !!!
Irgendwann dann das Abenteuer AUTOBAHN mit Ziel Bezirkshauptstadt.
Das mit den vielen Autos ging ja noch. Das mit dem Zebrastreifen war schon schwieriger.
Aber die Ampeln!
Grün, rot, manche auch grün, gelb, rot, manche mit Pfeilen in grün, obwohl doch daneben rot, und dann das mit den Manderln.
Also, wir warten auf grün, dann dürfen wir gehen. Bei rot bleiben wir stehen, da dürfen wir nicht rüber, auch dann nicht, wenn KEIN Auto fährt.
Weil wenn das ein Polizist sieht kostet das Geld. Warum? Ach, Herr Wiesenbauer, das ist mir auch schleierhaft. Weil es halt so ist.
Ja, eigenartig.
He, jetzt ist doch grün !!! Warum gehen sie nicht rüber ???
NA WEIL DAS MANDERL ZWAR GRÜN IST, ABER DAS GEHT NICHT, DAS STEHT STILL. DRUM GEH ICH NICHT, DIE FARBE STIMMT, ABER DAS MANDERL STIMMT NICHT.
Da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass die Symbole unterschiedlich sind.
Ja, sie haben völlig recht, Herr Wiesenbauer, die haben sich zuwenig gedacht wie sie das gezeichnet haben...
Es gilt die Farbe, wissen sie. Wurscht wie sie das Manderl zeichnen.
Nein, ich kann das nicht ändern.
Leider nicht.
Von Baumärkten, Supermarktketten, Mc Doof, Selbstbedienungstankstellen, Autowaschstrassen, Weihnachtsbeleuchtung, Blumenschmuck, Auslagengestaltung, Bankomaten, CD's, Angurtpflicht, schreienden Autos wenn der Gurt nicht angelegt wird, Telefonen, Handys, Computerkassen, etc etc etc
red ich heute nicht.
;)
.............................
Übrigens lerne ich ihm jetzt lesen und schreiben. Erfolgreich, will mir scheinen.
Das wünscht er sich. Weil: DAS WILL I KÖNNEN. DIE WERN NO SCHEE SCHAUN.
Wir sind schon beim D.
Blockschrift erstmal, eh klar.
Wie man einen Bleistift richtig hält kommt nächste Woche dran.
Ich mach das mit ihm im Kaffeehaus. Immer 2 x 10 Minuten. Erstmal. Er fordert schon längere Einheiten ein.
Weil: Das gefällt ihm.
In der Pause strickt er. Socken übrigens. Wunderschön.
Mir gefällt das alles auch.
datja - 26. Jan, 19:53
Schlussendlich fühle ich mich ja als Staubkorn im All.
Oftmals taumelnd, trotzdem möglichst ruhig die Kreise ziehend...
Immer öfter ruhig...
Heute: schwebend.
Ja.
Liegt auch an überwundeten Traumata, an vorhandenem Mut, sich einzulassen, sich fallenzulassen, sich dem Leben und der Liebe zu stellen.
Der Wüstenflieger hat sein Schweizer Gastspiel beendet, brachte eine Schneekugel und Ruhe.
Mister Me zuckte vor Freude aus, ich auch.
Noch ist Winter, aber der nächste Frühling kommt bestimmt...
datja - 24. Jan, 21:21