heute reden wir übers wetter.
es muss einfach sein.
gestern begann mein arbeitstag um 6 h früh.
als echte eule sowieso der hammer für mich, weil um diese zeit...
jedenfalls muss ich, damit ich den anforderungen des alltags um diese zeit halbwegs gewachsen bin, sehr sehr früh damit beginnen wach zu werden.
sehr sehr früh bedeutet, meine erste hundewanderung findet gegen 4.30 h statt.
dass ich es dem mister neide, wenn er sich später im büro auf sein plätzchen einrollt um leise zu schnarchen ,ist eine andere geschichte.
während ich 11 behinderte darauf vorbereite, dass gleich die frau doktor kommt um blut abzuzapfen, das frühstück erst nachher eingenommen wird, obwohl die anderen kornspitz und kipferl schmausen, die wiederum an genau diesem tag auch zur frau doktor wollen, aber das nur deshalb, weil sie heute nicht dran sind, naja, das wiederum ist auch eine andere geschichte.
jedenfalls war es kalt. saukalt.
deshalb hatte ich auch einen pullover an und socken, was ich eigentlich nur im winter mag, und trotzdem fand ich es kühl.
weil dieser dienst bedeutet, bis 18.30 h ruhe und freundlichkeit und die nerven zu behalten, kam ich in den genuss der mittagshitze.
mir war heiss, urheiss.
ich musste mir ein shirt kaufen, wegen verhinderung eines kollaps.
am abend war mir kalt.
saukalt.
socken wieder an, pullover wieder anziehen, ist ja kein problem. also für mich nicht.
ja denkt denn niemand von den verantwortlichen daran, welche mühe es macht, 28 menschen zweimal täglich umzuziehen ???
wo doch schon der wechsel der jahreszeiten anstrengend genug ist.
erklär das mal.
ich will eine wetterzulage.
sowie heizkosten-zuschuss.
und überhaupt.
keine bange:
es handelt sich um ein symbolfoto.
datja - 7. Mai, 07:08
die scheibenwischerblätter meines autos zerbröselten unter den letzten tropfen des gestrigen regens.
lästig.
heute war ich gut aufgelegt und probierte etwas neues:
auto-ersatzteil-geschäft aufgesucht.
keine kunden.
zwei sehr junge männer standen gelangweilt zwischen alu-felgen und anderen wichtigen und unwichtigen dingen herum.
handyfonierten.
schienen dabei zu schlafen.
ich pirschte mich an einen heran, setzte meinen hilflosesten blick auf und sagte folgendes:
bitte helfen sie mir.
ich bin alt und kenne mich nicht aus.
bitte die scheibenwischer meines wagens gehören ersetzt.
ich weiss weder welche ich brauche noch welchen nippel ich durch welche lasche tun muss.
er erwachte sofort.
pfadfindergeist beseelte ihn.
eilfertig tat er ALLES wozu ich wenig lust hatte:
raussuchen welches modell das passende ist.
(WAS für ein auto fahren sie ? das ist ja cool!")
packte die dinger aus.
MONTIERTE sie mir.
entsorgte die kaputten.
wollte kein trinkgeld.
freute sich sicher über die heutige gute tat.
yes!
schön langsam wirds zeit dass ich mir meinen traum erfülle und den chicen schwarzen stock mit silberknauf besorge.
dann muss ich meinen einkauf nie mehr selbst ins auto wuchten.
ungeahnte möglichkeiten tun sich auf...
datja - 5. Mai, 13:56
oh, ooohhh
ein blöder kinderreim meiner frühen tage fällt mir gerade ein, warum wohl ? aber das ergründe ich jetzt nicht.
zu meinen vielen problemen und erfreulichkeiten und unsicherheiten und netzen und fallstricken sowie sicherheitsleinen gesellt sich etwas neues.
ich bin flexibel, trotzdem aber unflexibel.
ja! das gibts.
als zeitzeugin der 60er und 70er ist mir das DU sehr geläufig.
vor allem bei personen, die mir sympatisch sind und wo ich mir vorstellen kann, es gibt übereinstimmungen sonder zahl.
in den 80ern und 90ern lernte ich das umdenken, ein rauer wind wehte, ich wurde eine möglichst nicht ausbeuterische chefin (die es finanziell merkte !), verhandelte gekonnt mit behörden und gewöhnte mir das SIE an.
recht erfolgreich.
es war leicht.
dann entspannte ich mich. betrieb mein jazz-pub.
war mit meinen gästen per DU.
scheiterte nach 13 jahren.
war finanziell am boden.
behördenwege, devote betteleien, ich lernte wieder SIE zu sagen.
rettung.
die organisation hat das DU zum prinzip erhoben. schwer gewöhnte ich mich daran, es einzusetzen einfach so, ohne eigene entscheidung, na das war für mich vielleicht schwer.
abgesehen davon von 100 auf 0 katapultiert zu sein...
und jetzt?
jetzt hab ich mir das DU angewöhnt. wende es an OHNE NACHZUDENKEN, was ja auch nicht richtig ist.
wertschätzung, respekt, fettnäpfchen, sie wissen schon wovon ich rede.
es ist mühsam, so mühsam.
leben ist lernen, ja ja ja.
der kinderreim?
klein murmeltier, klein murmeltier,
das spielte vergnügt im waldrevier.
auf einmal, oh weh,
da fiels in den see
und kam nicht nachhause
zum frühstückstee.
ich glaub ich hab angst.
huch.
datja - 4. Mai, 17:52
also.
sie befinden sich in einer situation die ihnen unangenehm ist.
kämpfen, flüchten oder totstellen ist nicht angebracht und wird verworfen.
sie wollen aber nicht leiden, also
denken sie sich ihr(e) gegenüber auf einer bühne, sie selbst sitzen bequem in der letzten reihe.
entweder alleine oder mit angenehmen nachbarn.
dann schieben sie gedanklich die bühne weit weg, bis die akteure sehr klein sind.
dazwischen lassen sie konfettiregen niedergehen, schöne musik, die ihnen gefällt, ertönen, und schon hören und sehen sie das theaterstück nicht mehr.
oder nur leise, je nachdem wie weit weg die bühne ist.
es liegt an ihnen.
da ist mir wieder eingefallen was mir mein vater seinerzeit riet:
stell dir einfach vor das vis a vis hat schnupfen und lange unterhosen an.
datja - 4. Mai, 08:12
;)
walpurgis ist für mich ja ein wichtiger "termin", seit jahrzehnten gestalte ich diese nacht mit besonderer freude.
da gab es einsame nachdenkliche zeiten, mit kerzen und tarot-karten, lustige feste an einem besonderen ort, nächtens grosse feuer und griechische häppchen, mit wein und lachen, ja sogar männer durften dabei sein.
schlafsäcke, indischer cay am morgen, zerwuschelte gestalten mit ringen unter den augen.
waldviertler lichtungen mit feuerplatz, räucherwerk und das springen über die glut.
an bächen mit steinen spielen, am meer den wellen lauschen.
nächtliche spaziergänge ohne taschenlampe durch den wald, weit und lang, bis die ersten sonnenstrahlen daran erinnerten dass es zeit ist um schlafen zu gehen.
und heuer?
erstmals im elfenhaus? wie war das denn?
vor allem einen tag verschoben.
weil zu walpurgis nachtdienst angesagt war.
es geisterte heftig, die bewohner stark unterwegs, die katzen dauernd raus aus dem haus, rein in das haus.
mister me wie üblich schlafend am sofa, ich wie üblich mit buch und brille daneben.
gestern dann knisterndes feuer im höfchen, alleine und sehr zufrieden.
der hund und die katze im schlafzimmer, weil leichtes wetterleuchten und leiser donner, aber kein regen, den gibts erst heute.
was gut ist für die eingepflanzten kräuter, es spart das giessen.
und die moral von der geschicht?
feste muss man feiern wenn sie fallen, ja und die wirklichkeit schafft sich jede(r) selbst. genauso wie die gefühle.
deshalb mein rat, den ich mir selbst gebe: im zweifelsfall möglichst einen schritt zurück, keep cool, lass dir zeit, und schau wie sich alles entwickelt.
bekanntlich wird selten so heiss gegessen wie gekocht!
und schönen mai wünsch ich allen!
die pfingstrosen haben schon knospen.
datja - 2. Mai, 10:11
damit mans hat wenn mans braucht...
es ist schon beruhigend wenns da ist.
durchaus doppelbödig gemeint, hehehe
;)
und, ja, ich freu mich es zu sehen.
sowohl auf den alten steinen, die ich anschleppte und drapierte, es wurde ein kräuterhügelchen daraus, befestigt und bepflanzt.
als auch auf dem kränkelnden bankkonto.
das wissen, in absehbarer zeit ein gesundetes konto zu bestaunen stimmt mich fröhlich.
es macht mich gerade glücklich.
:)
datja - 27. Apr, 20:40
ausgeschlafen.
heiter.
reisetasche für kurzurlaub gepackt.
(mister me liegt schon erwartungsvoll daneben.)
terminkalender überarbeitet.
(einiges gestrichen !)
einkaufsliste für die waldviertler gärtnerei meines vertrauens erstellt.
gestern im kaffeehaus wieder zeitungen gelesen, ich bin aus der versenkung wieder aufgetaucht,...
datja - 22. Apr, 05:24
wir be- bzw werten oft aus dem bauch raus.
interpretieren.
mutmassen.
glauben.
glauben zu wissen.
also hallo
streit
hader
zank
krieg
diskussion
ärger
wut
zorn
hass
liebe
freude
glück
demut
stille
weichheit
stärke
fortsetzbar ... lange liste .....
müdigkeit
bedürfnis
erwartung
tja
es kommt immer drauf an
ein alter witz fällt mir ein:
"du, ich weiss es endlich:
SIE LIEBT MICH !"
"wodurch ?"
"sie hat arschloch zu mir gesagt -
ABER W I E !!!"
datja - 20. Apr, 20:49
ich glaube, richtig gut ist es dann,
wenn es für alle beteiligten gut ist.
datja - 20. Apr, 19:04
das flugzeug benütze ich nicht gerne, im moment sowieso nicht, ausruhen tu ich mich bald im angrenzenden viertel des waldes, daher merke ich von flughafen-gestrandeten nur aus den sensationsgierigen medien.
gestern hörte ich von einem spektakulären sonnenuntergang wegen der hier nicht sichtbaren aschenwolke, also verschob ich die hundewanderung etwas nach hinten und war sehr gespannt.
nicht nur ich, ich traf auch die gemischte hunde-kuschel-gruppe samt amüsanten halter.
bis auf die tatsache, dass die untergehende sonne etwas mehr blendete als sonst merkten wir keinen unterschied.
so motzten wir ausgiebig über journalisten, ätzten zynisch über die auswirkungen von hochgespielten ereignissen und wandten uns dann der beobachtung der tierwelt zu.
heute scheint die sonne angenehm, der himmel ist wolkenlos in pastelligem hellblau, schwalben ziehen ihre kreise, der amselmann trällert, die tulpen strahlen.
radio bleibt abgedreht, ich lass mir diesen herrlichen frühlingstag doch nicht verderben!
reizarmut kann sehr reizvoll sein!
datja - 18. Apr, 08:38
hat mit meinem heutigen wirklich wichtigen vorhaben schon begonnen:
datja - 17. Apr, 09:51
... kümmere ich mich um wirklich wichtige dinge.
datja - 17. Apr, 09:37
nahe meines elfenhauses im großen dorf gibt es den GAUM-platz.
GAUM steht für gemeindeverband für aufgaben des umweltschutzes im bezirk. früher sagte man einfach mistplatz dazu.
das ist praktisch, weil ich den sperrmüll des vorbesitzers nicht weit führen muss.
ebenerdig bin ich ja schon fertig damit, am dachboden liegt aber noch allerhand herum.
leider keine schönen alten sachen, die ich dann wochenlang renoviere, nachdem ich sie monatelang angesehen habe und daran DENKE was zu tun ist...
wie zb die alte kredenz im holzschupfen, die ich seit fast einem jahr immer wieder liebevoll betrachte, obwohl sie vor dreck strotzt und ich mich scheue dieses projekt zu beginnen. immerhin ist die winzige winterküche
noch sehr pur, das liegt erstens am geldmangel und zweitens ist der junge mann, der als nachfolger meines herrn rudi, den mann fürs grobe, als der mann fürs feine fungiert, jetzt noch beim bundesheer.
dieser schachtelsatz ist verwirrend und ausserdem schweife ich ab.
also der mistplatz.
der zieht auch mülltouristen an. unter diesen gibt es auch einige unverschämte, wie es halt so ist im leben.
unlängst wühlte ich wieder in meinem gärtchen herum, hatte das tor offen, mister me träumte auf seinem lieblingsplatz am fensterbrett, da blieb ein zerbeulter bus samt anhänger stehen und zwei bären von männern stiegen aus.
ob ich altes eisen hätte?
oh ja, rostige fahrradreste habe ich kurz vorher in den hof geworfen.
ja, das können sie mitnehmen, gerne auch noch.
derweil der eine die trümmer verstaut, geht der andere wie selbstverständlich in mein kleines haus um sich umzusehen.
na mehr hat der nicht gebraucht!
schreiend und keifend ich hinterher, plärrender rausschmiss.
nicht ohne darauf hinzuweisen (laut schreiend !) dass ich russische zigeuner hinter mir habe, die nur darauf warten mich zu beschützen.
ein wilder clan, schreckeinflössend und sehr gut im auffinden von eindringlingen. die autonummer hätte ich mir eh schon notiert.
mister me machte sich ganz klein weil ich gar so laut und böse war, das haben die kerle nicht bemerkt vor lauter schreck, auch meine lügengeschichte hielten sie für wahr.
die anrainer sicher auch.
macht ja nichts.
jedenfalls habe ich seitdem ruhe.
wenn entsprechende autos an entsprechenden tagen an mir vorbeifahren werde ich höflich und zurückhaltend gegrüsst.
es scheint sich herumgesprochen zu haben...
ich nicke dann arrogant und herablassend zurück.
wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt !!!
datja - 15. Apr, 09:06